Bemba will Ende Juni in den Kongo zurückkehren

Der kongolesische Oppositionspolitiker, Geschäftsmann und ehemalige Rebellenführer Jean-Pierre Bemba will am 23. Juni in den Kongo zurückkehren. Das hat er an diesem Montag angekündigt, aber ohne klarzustellen, welche Rolle er in der kongolesischen Politik spielen will. Bemba unterstützte Martin Fayulu im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen. Trotz des Wahlsiegs von Fayulu wurde Félix Tshisekedi zum Sieger erklärt.

"Mit Freude und Begeisterung kündige ich Ihnen meine Rückkehr nach Kinshasa am Sonntag, den 23. Juni um 10 Uhr an", sagte Bemba. "Ich freue mich darauf, Sie wiederzusehen, damit wir gemeinsam die Einheit für einen prosperierenden Kongo stärken können."

Nach seiner Freisprechung durch den Internationalen Strafgerichtshof Mitte letzten Jahres kehrte er bereits im Sommer 2018 nach elf Jahren nach Kinshasa zurück, um seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen einzureichen. Diese Kandidatur wurde abgelehnt. Daraufhin ging er nach Belgien zurück.

Zu Beginn dieses Jahrhunderts führte Bemba in seiner äquatorialen Provinz eine Rebellion an, und er beteiligte sich auch am Krieg in der Zentralafrikanischen Republik. In der Übergangsregierung Kabilas war er Vizepräsident, und er trat 2006 bei den Wahlen gegen Kabila an. Er war Kandidat bei den Präsidentschaftswahlen. 2007 versuchte er es mit Waffengewalt.

Vor einigen Wochen schon kehrte ein weiterer Oppositionsführer mit Moïse Katumbi in den Kongo zurück.

Weitere Nachrichten