Mitarbeiter der Brüsseler Krankenhäuser des Iris-Netzwerkes haben Arbeit niedergelegt

Die Mitarbeiter der Brüsseler Krankenhäuser des Iris-Netzwerks sind am Sonntagabend um 20.00 Uhr in einen 24-Stunden-Streik getreten. Rund 350 Menschen, so die Gewerkschaften, äußerten ihre Wut an diesem Montagmorgen in der Zentrale des Iris-Dachverbandes im Brüsseler Stadtteil Saint-Gilles. Im Dachverband sind die Krankenhäuser Brüssels vertreten.

Die Mitarbeiter der Iris-Krankenhäuser demonstrieren mit ihrem Arbeitsausstand gegen ihre Arbeitsbedingungen und ihre schlechte Bezahlung. "Das ist nicht unser letztes Druckmittel, aber wir haben genug. Die Aktion an diesem Montag sollte zur Aufnahme der Verhandlungen führen", erklärt Benoit Lambotte, Brüsseler Regionalsekretär des CSC für den öffentlichen Dienst.

Die Gewerkschaften betonen, dass die Situation in den Iris-Krankenhäusern für die Mitarbeiter langsam unerträglich werde. Aufgrund der hohen Arbeitsbelastung können sie die in den Krankenhäusern erforderliche Versorgung nicht mehr garantieren, so dass nach Angaben der Gewerkschaften dringend ein Budget für Neueinstellungen zur Verfügung gestellt werden müsse. Zu den Forderungen, die sie auf den Tisch legen, gehören eine umfassende Neubewertung der Gehälter, die Möglichkeit der Arbeitszeitverkürzung, eine zweite Säule der Altersversorgung für Vertragsbedienstete und eine vollständige Erstattung der Transportkosten. "Unsere Ansprüche sind seit langem bekannt. Jetzt ist es an der Zeit, dass das Management sein Engagement zeigt", fügt Benoit Lambotte hinzu.

Der 24-Stunden-Streik verlangsamt die Aktivitäten der betroffenen Krankenhäuser, nämlich des Universitätskrankenhauses Brugmann, des Universitätskrankenhauses Saint-Pierre, des Bordet-Instituts, des Kinderkrankenhauses Königin Fabiola (Huderf) und der Iris Süd-Krankenhäuser (Baron Lambert, Etterbeek-Ixelles, Bracops und Molière-Longchamp). Ein Mindestservice für stationäre Patienten und Notaufnahmen wird selbstverständlich beibehalten, doch Konsultationen könnten eventuell abgesagt werden.

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