De Wever setzt Gespräche zur Bildung flämischer Regierung ohne PVDA fort

Der Vorsitzende der flämischen Regionalisten (N-VA) Bart De Wever beginnt mit der zweiten Runde zur Bildung einer neuen flämischen Regierung. Die linke PVDA wird nicht mehr mit von der Partie sein. Ob alle anderen Parteien ein zweites Mal vertreten sein werden, will De Wever nicht sagen. "Es werden diskrete Gespräche mit verschiedenen Parteien geführt."

Zwei Tage nach den Wahlen hatte Bart De Wever mit den Diskussionen über die Bildung einer neuen flämischen Regierung begonnen. Er empfing alle flämischen Parteien mit gewählten Vertretern im flämischen Parlament. Zunächst waren die kleinen Parteien an der Reihe, danach folgten die großen. Er begann mit der linken PVDA und endete mit dem rechtsextremen Vlaams Belang, dem großen Gewinner der Wahlen sowie seiner eigenen Partei, der N-VA.

Der N-VA-Vorsitzende beginnt nun mit einer zweiten Gesprächsrunde. Die PVDA wird jedoch nicht mehr mit dabei sein, d.h. die Partei erhält keine zweite Einladung. "Keine Überraschung", heißt es aus der PVDA-Zentrale.

Ob alle anderen Parteien, darunter der Vlaams Belang, die Grünen von Groen und die Sozialisten von SP.A., ein zweites Mal vertreten sein werden, will die N-VA nicht sagen. "Es werden diskrete Gespräche mit verschiedenen Parteien geführt." Allgemein wird erwartet, dass De Wever die derzeitige Koalition aus N-VA, den Christdemokraten von der CD&V und der liberalen Open VLD fortsetzen wird.

In der ersten Gesprächsrunde überraschte De Wever jede Parteidelegation mit einem - ironischen - Geschenk. Die zweite Gesprächsrunde wird, wie der N-VA-Vorsitzende bereits sagte, viel diskreter sein – ohne Medientrubel.

Nicolas Maeterlinck