Europäische Flughäfen bringen Umweltkosten von 33 Milliarden Euro mit sich

Die Umweltkosten der 33 europäischen Flughäfen betragen 33 Milliarden Euro im Jahr. Das geht aus einer Studie hervor,  die nächste Woche veröffentlicht wird. Die Kosten entsprechen den Auswirkungen auf den Klimawandel, den Lärm, CO2-Emissionen.....Die Zahlen wurden an diesem Wochenende auf einem Gipfel des Internationalen Luftverkehrsverbandes in Seoul von der EU-Kommissarin für Verkehr, Violeta Bulc, vorgelegt.

 "Ich muss ehrlich zu Ihnen sein, wir dachten, diese Zahl wäre wirklich niedriger", so die Kommissarin gegenüber der Zeitung La Libre Belgique. Bereitet die Slowenin den Sektor auf eine Kerosinsteuer vor?, fragt die Zeitung. "Das kann nicht ausgeschlossen werden. Auf jeden Fall ist dies eines der Instrumente, über die wir verfügen, um diese negativen Umweltauswirkungen zu begrenzen. Doch es liegt an der nächsten Kommission, darüber zu entscheiden." antwortete Violeta Bulc. Sie will das sehr starke Wachstum des Luftfahrtsektors mit seiner Nachhaltigkeit verbinden. "Der Preis, den die Flugreisenden zahlen, deckt kaum die Infrastrukturkosten und schon gar nicht die Umweltkosten."

"Wir müssen die Dinge in Ordnung bringen, und zwar schnell", sagte sie gegenüber der Zeitung Le Soir.

"Die Regierungen sollten die Entwicklung nachhaltiger Kraftstoffe fördern und sich nicht auf Umweltsteuern konzentrieren", lautete daraufhin eine Reaktion von Alexandre de Juniac, Generaldirektor des Internationalen Luftverkehrsverbandes Iata. "Geld in die Staatskasse zu stecken, trägt nicht zur Reduzierung der CO2-Emissionen bei und ist eine ökologische Heuchelei.“

Viele Akteure aus dem Sektor befürchten, dass die Europäische Kohlenstoffsteuer bereits beschlossene Sache sei. "Wir werden dieser Steuer nicht entkommen, und das wird eine Katastrophe für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Unternehmen sein", hieß es weiter. „Es ist ein wenig unsere Schuld, wir haben nicht genug nach außen kommuniziert. Viele Menschen sind immer noch davon überzeugt, dass wir überhaupt keine Steuern zahlen. Was nicht wahr ist!"

Die Studie wird nächste Woche offiziell veröffentlicht.

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