Archivfoto Marnik Aerts

Trend gestoppt: Wieder mehr Todesopfer im Straßenverkehr in Belgien

Vier Jahre lang nahm die Zahl der tödlichen Opfer von Verkehrsunfällen in Belgien ab, doch in den ersten drei Monaten des Jahres kamen mehr Menschen bei Unfällen ums Leben, als im gleichen Zeitraum im Vorjahr. Der Unfall-Barometer von VIAS, das belgische Zentrum für Verkehrssicherheit, stoppt in dieser Hinsicht nach einigen erfreulichen Jahren mit sinkendem Trend.

Durch eine deutliche Zunahme an Verkehrstoten im belgischen Bundesland Wallonien kamen zwischen Januar und März 2019 in Belgien 121 Personen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Das waren 14 Verkehrstote mehr als im gleichen Zeitraum im vergangenen Jahr. Gleichzeitig stieg auch die Zahl der Verletzten bei Verkehrsunfällen in unserem Land.

Zudem stieg auch die Zahl der Verkehrsunfälle mit Zweirädern, sprich mit Fahr- und Motorrädern: + 20 % Unfälle mit Fahrrädern (aller Art), + 10 % Unfälle mit Mofas oder Motorrollern, + 7 % Unfälle mit Motorrädern. Auch hier steigt die belgienweite Statistik aufgrund einer hohen Zunahme an entsprechenden Unfällen in der Wallonie.

Einzige erfreuliche Entwicklung im VIAS-Barometer für Verkehrssicherheit ist die Tatsache, dass die Zahl der Unfälle mit Beteiligung von jungen Verkehrsteilnehmern (zwischen 18 und 24 Jahren) rückläufig ist. Unfälle mit Todesfolge in dieser Altersgruppe sanken leicht von 17 in den ersten drei Monaten des vergangenen Jahres auf 14 im gleichen Zeitraum im laufenden Jahr. Ob sich etwas am allgemein negativen Trend in dieser Hinsicht ändern wird, kann VIAS wohl erst am Jahresende statistisch verdeutlichen.