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Dummheit oder Dreistigkeit? Wahnsinns-Video am Bahnübergang

Videobilder einer Überwachungskamera zeigen eine Frau, die versucht, mit ihrem Wagen einen geschlossenen Bahnübergang zu überqueren. Hinzu kommt noch, dass dieser Bahnübergang wegen Bauarbeiten gesperrt war. Infrabel, der Infrastruktur-Dienstleister der belgischen Bahn, reicht Klage gegen die Autofahrerin ein. Seit langem versucht die belgische Bahn das Nicht-Respektieren von Bahnübergängen in den Griff zu bekommen.

Entlang der dichtbefahrenen Umleiterstrecke zwischen Brüssel und Gent wird gearbeitet. Zwischen Schellebelle und Aalst werden zudem die Bahnübergängen modernisiert, weswegen einige von ihnen gesperrt sind. Am späten Mittwochvormittag versuchte die Fahrerin eines Mercedes einen dieser abgesperrten Bahnübergänge zu überqueren. Dazu verschob sie zunächst die Absperrungen, um sich danach auf dem Schotter des in Arbeit befindlichen geschlossenen Bahnübergangs festzufahren.

Glücklicherweise bemerkten Infrabel-Arbeiter den Vorfall und stoppten den Bahnverkehr. Rund eine halbe Stunde lang konnte hier kein Zug fahren. Bei Infrabel ist man über die Bilder, die die Überwachungskamera aufgenommen hat, überhaupt nicht erfreut, ganz im Gegenteil.

Bei Infrabel kann darüber so gar nicht gelacht werden: „Der Bahnübergang war wegen Arbeiten gesperrt. Die Frau verschon die Straßensperre und versuchte ihn zu überqueren. Wir fordern Respekt vor geschlossenen Bahnschranken und roten Lichtern. Dies hier geht noch weiter. Hier wird sogar eine Absperrung verschoben. Wir werden Anzeige gegen diese Frau erstatten.“

Offenbar nützen die Aufklärungskampagnen für die Sicherheit an Bahnübergängen in Belgien nicht viel, wie Infrabel-Sprecher Thomas Baeken gegenüber VRT NWS erklärte: „Unsere Statistiken zeigen, dass wir jede Woche einen Unfall an einem Bahnübergang haben. Monatlich verliert ein Mensch sein Leben, weil er die Verkehrsregeln an Bahnübergängen in Belgien nicht respektiert.“