Starkregen: Heftige Unwetternacht im Brüsseler Zentrum und im Umland

Brüssel und sein Umland sind in der Nacht zum Donnerstag von schweren Regenfällen heimgesucht worden. Vielerorts sorgten die Regenmassen für Überschwemmungen. Eine kurze aber besonders kräftige Regenschauer richtete umfangreiche Schäden an. Die Feuerwehren von Brüssel und im Pajottenland am Rand der Hauptstadt haben eine heftige Nacht gehabt.

In Halle in Flämisch-Brabant am Brüsseler Rand wurden am Mittwoch vorsorglich Sandsäcke verteilt, denn es galt als nicht gesichert, dass die neue Kanalisation der Stadt mit ihren zusätzlichen Auffangbecken die vorausgesagten Wassermassen auffangen können. Trotz deutlicher Vergrößerung der Kapazitäten reichte es nicht und sowohl die Basiliekstraat, als auch der Maandagmarkt wurden überschwemmt.

Geschäftsleute, die Sandsäcke ausgelegt hatten, wurden weitgehend verschont. Bei den anderen liefen die Wassermassen teilweise in die Läden (Foto oben). Halle muss den heiklen Punkt Kanalisation und Abwasser noch weiter überdenken und überarbeiten, so der Bürgermeister der Stadt.

Im Pajottenland am grünen Rand südwestlich von Brüssel war es sogar noch schlimmer. Die Feuerwehrzone Flämisch-Brabant-West musste in Lennik enorme Wasser- und Schlammmengen beseitigen. Auch in zahlreichen weiteren Ortschaften der Region wurden Straßen überflutet und mussten zahllose Keller leergepumpt werden. Das war z.B. in Kapelle-Op-Den-Bos, Londerzeel, Grimbergen, Vilvoorde und Zaventem der Fall.

Auch in Brüssel selbst sorgte ein kurzer aber heftiger Regenschauer für zahlreiche Einsätze der Feuerwehren. Hier mussten in erster Linie Bäume und Äste von den Straßen geräumt werden und an Baustellen wurden die Beschilderungen beschädigt. Bis etwa gegen 3 Uhr in der Frühe waren alle Brüsseler Verkehrstunnel vorsorglich gesperrt. Die am meisten betroffenen Brüsseler Gemeinden waren in der vergangenen Nacht Evere, Schaarbeek, Bosvoorde, Jette, Vorst und Elsene.