Flanderns größter Trinkwasserversorger auf trockenen Sommer gut vorbereitet

„De Watergroep“, das größte Versorgungsunternehmen für Trinkwasser im belgischen Bundesland Flandern, gibt an, auf einen trockenen Sommer besser vorbereitet zu sein, als im vergangenen Jahr. Die Reservebecken der „Watergroep“ sind gut gefüllt und doch rät das Versorgungsunternehmen dazu, Wasser zu sparen. Rasensprengen hält „De Watergroep“ schon jetzt für keine gute Idee.

Im vergangenen Jahr hatte „De Watergroep“ arge Probleme damit, der Nachfrage an Trinkwasser in Flandern entsprechen zu können, da neben der extremen Hitze auch am größten Wasserreservoir in Kluizen (Foto) in Ostflandern gearbeitet wurde. Jetzt, so Hans Goossens, der Generaldirektor von „De Watergroep“, seien alle Wasserbecken, die als Reservoire genutzt werden, gut gefüllt. Doch ein Problem bleibt weiter bestehen. Nach den trockenen Sommern 2017 und 2018 haben sich die natürlichen Grundwasserreserven in Flandern noch nicht wirklich erholt, wenn dies auch für „De Watergroep“ noch kein akutes Problem darstellt.

Wasser ist wichtig!

Das hat einen ganz besonderen Grund, wie Goossens dazu sagt: „Die trockenen Sommer haben dafür gesorgt, dass sich die Leute der Wichtigkeit von Wasser bewusster geworden sind.“ Das Unternehmen appelliert dennoch an die Menschen im Land, auf Rasensprengen weitgehend zu verzichten, auch wenn man selbst über Regenwassertonnen oder einen eigenen Teich verfügt. Dieses Wasser könne man gut und gerne auch zum Spülen von Toiletten nutzen, so der Rat von Hans Goossens.

Flamen eher sparsam

„De Watergroep“ gibt an, dass nur etwa 3 % des Trinkwassers in Flandern tatsächlich zum Trinken oder zum Kochen genutzt wird. Der Rest geht für Toilettenspülungen oder für Duschen und Baden drauf. Jeden Tag verbraucht ein Flame durchschnittlich 100 Liter Wasser. Im Vergleich mit dem Rest von Europa bzw. der EU ist dieser Wert allerdings sehr niedrig. Die Flamen gehen demnach vorsichtig(er) mit Wasser um, als die Bürger anderer Länder und Regionen. 

Kilian Hartisch