Nationalbank: Einsparungen, Haushalt, Wachstum und Kaufkraft

Die Belgische Nationalbank (BNB) hat in ihrer jüngsten Prognose das Wirtschaftswachstum für unser Land leicht nach unten korrigiert. Die BNB geht aber gleichzeitig von mehr Kaufkraft für die Bürger aus. Für die noch zu bildende Bundesregierung hat die Nationalbank schlechte Nachrichten. Sie muss mindestens 11 Mia. € einsparen.

Die Nationalbank geht derzeit von einem Wirtschaftswachstum von 1,2 % für das laufende Jahr, von 1,1 % für nächstes Jahr und von 1,2 % für 2021 aus. Vor einem halben Jahr lag die Prognose noch bei rund 1,4 %.

Für die neue Bundesregierung hat die Nationalbank eher schlechte Nachrichten. Sie muss sich quasi ab sofort auf die Suche nach 11 Mia. € machen, um den Haushalt ins Gleichgewicht zu bringen. Das wird wohl mit enormen Einsparungen verbunden sein. Das größte Problem ist in der näheren Zukunft die weiter zunehmende Vergreisung der Bevölkerung und die damit verbundene Finanzierung der Renten.

Für die Bürger und Verbraucher hat die Nationalbank allerdings gute Nachrichten. Höhere Löhne und Gehälter sowie die Tatsache, dass mehr Menschen in unserem Land arbeiten, sorgen bis etwa 2021 für eine Steigerung der Kaufkraft um bis zu 3,5 %. Bis dahin sollen rund 120.000 zusätzliche Jobs hinzu kommen.

Schon dieses Jahr soll sich die Arbeitslosigkeit auf ein historisches Tief von 5,7 % der aktiven Bevölkerung einpendeln, so die Prognose der Belgischen Nationalbank.