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Bunkertag an der belgischen Küste: 17 Locations können besichtigt werden

Die Provinz Westflandern und „Atlantikwall Raversyde“ organisieren an diesem Sonntag den 3. Bunkertag. An 17 verschiedenen Orten können Bunker und andere Befestigungsanlagen aus dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg unter fachkundiger Führung besucht werden. Der Bunkertag findet dieses Jahr im Rahmen des EU-Projektes Creative Europe - “World War 2 Heritage“ statt.

Der Bunkertag findet in erster Linie an Orten statt, die entlang der belgischen Küste zum Atlantik Wall, der Verteidigungslinie des Dritten Reichs im Zweiten Weltkrieg, gehören. Allerdings sind bei den zu besuchenden Anlagen auch Orte im Hinterland der Küste mit im Programm.

Zum Programm gehören kostenlose Führungen z.B. in einem Geschützbunker in Blankenberge, der zum ersten Mal überhaupt zu besichtigen ist. Weiter sind die Luftabwehrstellung De Halve Maan am Oosterufer in Ostende, ein Kommandobunker aus der Zeit des Kalten Krieges in De Panne und natürlich auch die am besten bewahrten Stellungen und Anlagen Belgiens in der Provinz-Domäne Raversyde in Ostende Teil des Programms.

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In Raversyde werden Wanderungen durch das gesamte Gelände organisiert, wobei Anlagen aus beiden Weltkriegen besucht und erklärt werden. Dazu gehören ein vergessener Telefonbunker und eine Ersthelfer-Stellung der Batterie Salzwedel Neu, einige ebenfalls in Vergessenheit geratene Bunker der sogenannten Festungspioniere und mittlerweile von Pflanzenwuchs überwucherte weitere Anlagen, wie z.B. der bombensichere Unterstand der Batterie Antwerpen.

Weitere Bunker und Stellungen aus den kriegerischen Perioden des vergangenen Jahrhunderts sind auch in De Panne, Knokke-Heist, Middelkerke und Koksijde zu erleben. In Damme ist die Holland-Stellung aus dem Ersten Weltkrieg zu besichtigen, in Zedelgem das frühere Munitionslager und das Kriegsgefangenenlager Vlothemveld und in Adegem im benachbarten Ostflandern kann man mit einem touristischen Zug einige Stellungen aus Kriegszeiten besuchen.