Foto: Andreas Kockartz

Mobilität im Wandel: Über 4.000 E-Stepper in Brüssel und es werden immer mehr

Dass sich die Mobilität in Belgiens Hauptstadt Brüssel wandelt, ist nicht zu übersehen. Überall stehen (oder liegen) E-Stepper, E-Bikes und andere Mit-Zweiräder, die auf neue Kunden warten. Inzwischen zählt Brüssel alleine über 4.000 E-Stepper, die per App gemietet werden können. Und es werden immer mehr. Hinzu kommen tausende Mieträder und es melden sich Unternehmen, die nach Motorrollern auch andere Mofa-artige Fahrzeuge per App vermieten wollen.

Neben Mieträdern, Uber-Mitfahrgelegenheiten oder auch zu mietenden Motorrollern und Scootern ist und bleibt der auffallendste Trend in Brüssel der E-Stepper, auch E-Roller genannt. Über 4.000 dieser elektrischen Roller flitzen durch die Stadt und überall stehen diese Dinger herum und warten auf neue Kunden. In Paris soll bald verboten werden, E-Stepper achtlos auf den Bürgersteigen abzustellen, wenn ihre Fahrer an ihrem Ziel angekommen sind. Soweit will Brüssel nicht gehen, denn man will den neuen Mobilitätsnutzern viel Freiheit gewähren, um sie nicht wieder an das Auto zu verlieren.

Und doch ärgern sich viele Zeitgenossen in der belgischen Hauptstadt darüber, wie respekt- und achtlos diese E-Stepper zurückgelassen werden. Touristen ärgern sich zudem darüber, dass diese oftmals schrill-bunten Vehikel vor Sehenswürdigkeiten „geparkt“ werden… Doch dies ist eine andere Geschichte.

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Foto: Andreas Kockartz

Sechs E-Stepper-Anbieter

Inzwischen vermieten sechs Anbieter in Brüssel E-Stepper: Bird, Lime, Troty, Dott, Tier und Flash. Die Preise sind in etwa gleich und belaufen sich auf 1 € für das Freischalten des E-Rollers und auf 0,15 € pro genutzte Minute. Seit rund einem Monat hat der App-Fahrten-Vermieter Uber mit dem Verleihen von E-Bikes begonnen. Diese auffallend pinkfarbenen Jump-Fahrräder können zu den gleichen Bedingungen genutzt werden, wie die E-Stepper der Konkurrenz.

Daneben bietet die Stadt Brüssel mit Villo Stadtfahrräder, die allerdings an festen Stationen, meist in der Nähe von Haltestellen für Busse und Bahnen, abgestellt bzw. abgeholt werden können (Foto unten). Dies funktioniert in erster Linie über Abos, die auch mit Nahverkehrsabos kombiniert werden können.

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Foto: Andreas Kockartz

Bald per App zu mietende Mofas

In diesen Tagen wurde in Brüssel bekannt, dass sich ein neuer Anbieter von Miet-Mofas am Markt positionieren will. Bisher vermietet der Autovermieter Eurocars elektrische Scooter (Foto unten) und Motorroller an, die mitunter eine nostalgische Vespa-Optik haben. Doch es kommt Konkurrenz. YodaVity heißt ein Unternehmen, das elektrische Mofas per App vermieten möchte - inklusive Helm.

Diese Fahrzeuge sehen wie Mountainbikes aus und können ein Tempo von 45 km/h an den Tag legen. Mieter, die keinen Führerschein besitzen, dürfen allerdings nur mit 25 km/h unterwegs sein. Die Fahrzeuge sind so aufgebaut, dass man sein Smartphone am Lenker anbringen kann, um seinen Weg per GPS zu finden. Gleichzeitig werden die Smartphones dabei auch aufgeladen. Die Mietkosten sollen sich auf 1 € für das Aufschließen des Bikes belaufen und auf 0,25 € pro gefahrene Minute. Schon im kommenden Sommer will YodaCity die ersten E-Mofas zur Verfügung stellen.

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