Belgische Inno-Kaufhäuser jetzt vollständig in österreichischer Hand

Die belgische Warenhauskette Galeria Inno mit sechzehn Filialen geht  zu 100 % in den Besitz der österreichischen Gruppe Signa über. Die Gruppe hat hierüber eine Vereinbarung mit der kanadischen Kette Hudson's Bay Company (HBC) getroffen, mit der sie sich bisher das Eigentum teilte.

Diese Veränderungen erfolgen nach etwas mehr als einem halben Jahr nach der Fusion der europäischen Einzelhandels- und Immobilienaktivitäten von Signa (darunter Karstadt) und Hudson's Bay (mit der Marke Kaufhof, zu der auch die Galeria Inno gehört). In dem fusionierten Unternehmen erhielt Signa 50,01 Prozent, die Kanadier 49,99 Prozent.

Die österreichische Kette kauft den Kanadiern nun die HBC-Anteile aus dem Joint Venture für 1,5 Milliarden kanadische Dollar (1 Milliarde Euro) ab. Damit erhält Signa die volle Kontrolle über die deutschen Filialen und auch über die belgische Kette Galeria Inno, heißt es in einer Pressemitteilung.

Eine Ausnahme bilden die niederländischen Filialen. Sie gehen zurück in die Hände von Hudson's Bay. Die Company wird nun die "Optionen" von etwa fünfzehn Filialen in den Niederlanden untersuchen, da deren Umsätze nicht den Erwartungen entsprechen. Mehrere Filialen könnten in Kürze also geschlossen werden.

An diesem Dienstag kündigte die Gewerkschaft CNV an, dass sie sich über den Fortbestand der Warenhauskette Hudson's Bay in den Niederlanden Sorgen mache.

Übrigens hat eine Gruppe von Aktionären der Hudson's Bay Company, die 57 Prozent der Aktien besitzt, am Montag einen Vorschlag unterbreitet, das Unternehmen für 1,7 Milliarden C$ von der Börse zu nehmen. Das Angebot von 9,45 Dollar pro Aktie (fast die Hälfte mehr als bei Börsenschluss am Freitag) wird von einem unabhängigen Ausschuss der HBC geprüft.

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