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Digitale Wettbewerbsfähigkeit: Kommission drängt Belgien zu einer Einigung über 5G

Ein Bericht der Europäischen Kommission über die digitale Wettbewerbsfähigkeit der 28 EU-Mitgliedstaaten fordert Belgien auf, eine Einigung über die Erteilung von 5G-Lizenzen zu erzielen, die zwischen dem Föderalstaat und den Regionen blockiert sind.

Die Anwendung von 5G im Land hängt vom Abschluss einer politischen Vereinbarung zwischen dem Land und den Regionen ab. "Ohne diese Vereinbarung wird sich die Auktion der Frequenzvergabe 3,4-3,8 GHz voraussichtlich auf mindestens 2020 verschieben. Es ist wichtig, dass Belgien diese Einigung schnell erzielt, wenn es nicht zurückbleiben will", heißt es in dem Bericht. Ferner stellt die Kommission auch fest, dass Belgien bei der Konnektivität an sechster Stelle von 28 EU-Mitgliedstaaten steht.

Die Europäische Kommission veröffentlicht jährlich die Ergebnisse des Digital Economy and Society Index (DESI), der die digitale Gesamtleistung Europas überwacht und die Fortschritte der EU-Länder in Bezug auf ihre digitale Wettbewerbsfähigkeit verfolgt.

Ganz allgemein lag Belgien 2017 noch auf Platz 7 und steht in diesem Jahr - wie 2018 - auf Platz 9 von 28 im European Digital Economy and Society Index.

Die höchsten Bewertungen im DESI 2019 erzielen Finnland, Schweden, die Niederlande und Dänemark. Sie gehören zu den weltweit führenden Anbietern in der Digitalisierung. Es folgen das Vereinigte Königreich, Luxemburg, Irland, Estland und Belgien. Deutschland befindet sich auf Platz 12, Frankreich auf dem 15. Platz.

Während Belgien bei der Integration der digitalen Technologie in seine Unternehmen den dritten Platz in Europa belegt, schneidet das Land im Bereich der digitalen öffentlichen Dienste (13.) und beim Niveau der digitalen Kompetenz seiner Bevölkerung (12.) ein ganzes Stück schlechter ab.

Was die Neigung des Einzelnen zur Nutzung von Internetdiensten betrifft, so belegt Belgien den zehnten Platz. Soziale Netzwerke und Bankdienstleistungen sind beliebt. Doch nutzen belgische Bürger viel weniger andere Möglichkeiten des Internets, wie das Lesen von Nachrichten (64% gegenüber 72% in der EU insgesamt), Online-Konsultationen und -abstimmungen (6% gegenüber 10%) und Video-on-Demand-Dienste (24% gegenüber 31%).

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