BELGA/WARNAND

Hacking bei Asco ist auch ein Sicherheitsproblem

Die rund 1.000 Beschäftigten des Unternehmens Asco in Zaventem sind an diesem Dienstag und Mittwoch technisch arbeitslos. Das Informatiksystem des Herstellers von hochtechnologischen Zulieferteilen für die Flugzeugindustrie wurde gehackt. Dadurch können die Computer nicht benutzt werden.

Das Unternehmen hat weltweit vier Niederlassungen: in Belgien, in Deutschland, Kanada und den USA. Das Hacking habe weltweit stattgefunden, heißt es. Betroffen sind nach Informationen der Gewerkschaften also auch die übrigen drei Niederlassungen von Asco.

Das Unternehmen hat seinerseits versichert, dass es alle zuständigen Behörden über diesen Cyberangriff informiert und externe Experten zur Lösung des Problems hinzugezogen habe. "Wir arbeiten derzeit hart", so die Personalchefin Vicky Welvaert, die nicht sagen will, ob die Situation jetzt unter Kontrolle sei oder wann die Aktivität wieder aufgenommen werden könne.

In dem Unternehmen werden Zulieferteile für zum Beispiel die Boeing 737 MAX, aber auch für den Airbus produziert und für die Trägerrakete Ariane. Ferner stellt das Unternehmen Teile für Militärflugzeuge her, u.a. für die F35, also den Nachfolger des Kampfjets F16. Der belgische Staat hat ja F35 gekauft. Das Hacking hat also auch ein Sicherheitsproblem zur Folge. Wahrscheinlich werden hier zudem Teile fürs Militär hergestellt, von denen niemand wissen darf, wie sie hergestellt werden.