Humanitäres Zentrum für Migranten, jetzt am Brüsseler Hafen

Das humanitäre Zentrum der Hilfsorganisationen Ärzte der Welt, Rotes Kreuz, Ärzte ohne Grenzen und der Bürgerplattform für Flüchtlingshilfe ist nun an einem neuen Standort in einem Gebäude des Brüsseler Hafens in der Havenlaan Nr. 100 untergebracht. Es verlässt nach eineinhalb Jahren den Brüsseler Nordbahnhof, weil der Mietvertrag abgelaufen ist.

Der Brüsseler Hafen stellt sein leerstehendes Gebäude, das 15 Minuten vom Nordbahnhof entfernt liegt, den Hilfsorganisationen und deren Zentrum für ein Jahr zur Verfügung. Migranten können dort wieder auf verschiedene Dienstleistungen wie Rechtsbeistand, medizinische und psychologische Betreuung, Sozialhilfe, Familiensuche, Kleidervergabe und Unterstützung von Nachtunterkünften zählen.

Derzeit nutzen viele Migranten vor allem wieder den Maximiliaanpark. Sie müssen nun den Nord-Bahnhof verlassen, um zum Hub zu kommen. Ob sich dies auch auf die Präsenz der Migranten rund um den Nord-Bahnhof auswirken wird, bleibt abzuwarten.

Nachdem sich die flämische öffentliche  Verkehrsgesellschaft De Lijn im Mai erneut über die Belästigung an ihren Haltestellen beschwert hatte, wurde der -1 Stock des CCN-Gebäudes, an dem sich die Haltestellen befinden, gründlich gereinigt. Polizeistreifen sorgen auch dafür, dass Migranten von den Haltestellen ferngehalten werden und dass sie die Hilfsorganisationen und deren Aufnahmestellen erreichen.

Inzwischen arbeiten die Hilfsorganisationen des humanitären Zentrums noch immer daran, dass die belgische Regierung ein echtes Aufnahme- und Orientierungszentrum einrichtet.

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