Das Rote Kreuz startet seinen jährlichen Aufruf zum Blutspenden

Seit Anfang der Woche läuft in ganz Belgien wieder eine Kampagne des Roten Kreuzes, die dazu aufruft, Blut zu spenden. Damit einher geht auch ein Hinweis, dass die Blutreserven in den Krankenhäusern weiterhin sehr knapp sind. Blut spenden sei wichtig, so die Kampagne, die sie rettet Leben.

Pro Jahr werden in den Krankenhäusern in Belgien etwa 150.000 Blutkonserven benötigt, doch die Zahl der Spendern stagniert jedes Jahr. Alleine in diesem Jahr muss das Rote Kreuz wieder bis zu 20.000 neue potentielle Spender finden, denn lediglich 3 % der belgischen Bevölkerung spendet regelmäßig Blut oder Plasma. 

Warum ruft das Rote Kreuz gerade jetzt dazu auf, Blut zu spenden? In den Sommer- und Ferienmonaten Juli und August sind viele Spendern in Urlaub oder andere denken vielleicht gerade nicht daran, zu spenden.

Aus diesem Grunde gehen die Blutreserven gerade in dieser Zeit zurück. Derzeit aber, so das Rote Kreuz, bestehe kein akuter Engpass, doch die Gefahr besteht, dass bei einem weiteren Rückgang der Spenden im Sommer Leben nicht gerettet werden könnten, falls ein solcher Engpass auftreten sollte.

Das Rote Kreuz Flandern hatte unlängst beschlossen, ohne weitere wissenschaftliche Erkenntnisse vorläufig auf Spenderblut von Transgendern zu verzichten (siehe nebenstehenden Beitrag). Dies hat wohl einige der Betroffenen aufgebracht. Die Fassade des Zentrums des flämischen Roten Kreuzes in Gent ist in der Nacht von Montag auf Dienstag mit Blut beschmiert worden. „Dies ist das Blut, dass ihr nicht wollt.“, war da zu lesen… 

BELGA/JORGE DIRKX

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