Popmusik, ein neues Fach an der Universität von Löwen

Studenten der Musikwissenschaften an der Katholischen Universität von Löwen (KULeuven) können ab dem kommenden Studienjahr ein neues Fach belegen. Die KUL bringt ab dem akademischen Jahr 2019-2020 das Fach Popmusik in den Lehrplan ein. Damit wird das allgemeine Musikfach klassische Musik ergänzt.

Die Löwener Uni bietet Studierenden aus dem zweiten und dritten Studienjahr Musikwissenschaften konkret das Fach Popmusik an. Doch es steht auch Studenten aus anderen Studienbereichen zur Verfügung - auch solchen, die nicht aus dem Fachbereich Geisteswissenschaften kommen.

Wir bieten als Nebenfach Studio- und Tontechnik an.“

KUL-Popprofessor Jeroen D’hoe

„Wir bieten darin einen akademischen Teil, in dem die historischen Stile und Linien innerhalb der Popmusik studiert werden. Doch es gibt auch einen analytischen Teil mit Fragen dazu, wie ein Popsong zustande kommt. Dabei werden Tonaufnahmen studiert und wir bieten als Nebenfach Studio- und Tontechnik an.“, sagte Prof. Jeroen D’hoe gegenüber VRT NWS dazu, der dieses Fach dozieren wird.

Premiere in Belgien

Die KUL bietet als erste Universität in ganz Belgien die Studienrichtung Popmusik an, so D’hoe und sie ist stolz darauf, die der Popprofessor dazu angibt: „Es lag schon lange eine Nachfrage von Seiten der Studierenden dazu vor. Dem entsprechen wir jetzt. Die ersten Wurzeln der Popmusik gehen auf Blues und Jazz zurück. Auch die Lieder, die für das Broadway Musical Theater geschrieben wurden, gehören zur Popmusik. Damit befinden wir uns in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.“

Die ersten Wurzeln der Popmusik gehen auf Blues und Jazz zurück.“

KUL-Popprofessor Jeroen D’hoe

Das Fach Popmusik, wie es ab September/Oktober an der Löwener Uni doziert wird, behandelt also einen langen historischen Kontext. Die Studierenden in diesem Fach lernen dabei, wie die Popmusik, wie wir sie heute kennen, überhaupt entstanden ist.

In diesem Fach werden die Studierenden auch mit dem Werk verschiedener Künstler und Bands konfrontiert, wie z.B. mit den Beatles, mit Björk oder auch mit Paul Simon, doch dabei bleibt es nicht, so Jeroen D’hoe: „Auch James Blake oder Amy Winhouse sind z.B. dabei, eigentlich alles interessante Figuren aus einer anderen Periode. Hier wird dann tiefgehend analysiert, wie sie Elemente von damals in ihren Kompositionen verarbeiten.“

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