Noch drei mit Legionellen infizierte Patienten im Krankenhaus

Von den 32 Personen, die in den vergangenen Wochen mit Legionellen in der Gegend von Evergem in der Industriezone von Gent infiziert hatten, sind noch drei im Krankenhaus. Einer der Patienten liegt sogar noch auf einer Intensivstation, befindet sich aber nicht in Lebensgefahr.

Ende April waren in der sogenannten Kanalzone in Gent, ein Industriegebiet in der Gemeinde Evergem, einige Personen mit Legionellen infiziert worden. Nach und nach wurden weitere Fälle von Ansteckungen mit dieser Bakterie angesteckt. Insgesamt wurden 32 Personen angesteckt, von denen zwei an der Infektion gestorben waren.

Derzeit befinden sich nach Angaben der Gesundheitsbehörden noch drei Infizierte in Krankenhäusern, wovon eine Person noch auf einer Intensivstation liegt. Lange wurde nach der Quelle für diese Infektion gesucht, die in dieser Region liegen musste. Alle Patienten wohnten oder arbeiteten in Evergem und Umgebung.

Vor einigen Tagen dann wurde bekannt, dass die Quelle der Legionellen-Infektion in einem Kühlturm der Papierfabrik von Stora Enso in der Genter Industriezone lag. Inzwischen, so die Behörden, ist die Infektion medizinisch gestoppt und der Kühlturm des Papierwerks konnte gereinigt werden.

Inzwischen wurde auch bekannt, dass die Betroffenen gemeinsam eine Klage gegen Stora Enso eingereicht haben. Sie haben einen Anwalt mit der Aufgabe betreut, bei Stora Enso Schadensersatz einzufordern. Dabei treten die Gemeinde Evergem und die Stadt Gent als Nebenkläger auf. Bevor das Unternehmen wieder produzieren darf, untersuchen Justiz und Gesundheitsbehörden die gesamten Anlagen, um weitere Ansteckungen mit Legionellen-Bakterien ausschließen zu können.  

Stora Enso in Gent James Arthur Photography
Die sogenannte Genter Kanalzone BELGA