Unverantwortlicher Energieverbrauch? Kein Eisskulpturen-Festival mehr in Brügge

Die Stadt Brügge verzichtet in Zukunft auf das alljährliche Eisskulpturenfestival in den Wintermonaten und an Weihnachten. Nach Angaben der Stadtverwaltung ist dies mit einem heute unverantwortlichen Energieverbrauch verbunden, auf den man verzichten wolle. Ein langjähriger Vertrag mit der Veranstaltergesellschaft für dieses Festival wurde nicht mehr verlängert. Jährlich besuchten 150.000 bis 200.000 Menschen dieses Event, was es zu einer der am meisten besuchten Veranstaltung der Stadt machte. 

Die Stadt Brügge möchte ihre Veranstaltung rund um Weihnachten und den Jahreswechsel grundlegend erneuern und dabei sei für ein solches energieverschwendendes Event kein Platz mehr, sagte Bürgermeister Dirk De fauw (CD&V) dazu:

„Nachhaltigkeit ist in Zukunft das Codewort. Wir werden auch die Eislaufpiste auf dem Markt versetzen und zwar zum Minnewaterpark und wir suchen in diesem Zusammenhang nach einer energiesparenden Lösung vielleicht ohne Eis.“ Das könnte laut De fauw auch eine Kunsteispiste sein.

Das Unternehmen, das seit Jahren das Eisskulpturenfestival in Brügge veranstaltet, zeigte sich enttäuscht von der Entscheidung der Stadtverwaltung, in Zukunft darauf verzichten zu wollen. Dort hieß es dazu, dass vor allem das Timing für diese Entscheidung nicht stimme, denn jetzt sei es zu spät dafür, noch eine andere Stadt zu finden und von dem Event zu überzeugen.

Überdies werde das Innere der Zelthalle, in dem die Skulpturen entstünden und gezeigt würden, von Solarzellen auf dem Dach aus gekühlt. Der Energieverbrauch dieses Events würde nicht höher liegen, als der eines Restaurants oder eines Supermarktes. 

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