Deutlich mehr ausländische Raser gehen der belgischen Polizei ins Netz

427.859 ausländische Autofahrer sind im vergangenen Jahr auf Belgiens Straßen geblitzt worden. Das belegen Zahlen des Verkehrsministeriums, die die Wirtschaftszeitung „De Tijd“ in ihrer Wochenendausgabe veröffentlicht. Im Vorjahr waren „nur“ 264.887 ausländische Autofahrer geblitzt worden.

Die Zunahme erklärt sich durch eine bessere Kooperation der europäischen Staaten bei der Identifizierung der Fahrer und dem Verschicken der Geldstrafen.

Die meisten Verkehrssünder kommen aus den Niederlanden, Frankreich, Deutschland, Luxemburg, Polen, Rumänien, Italien, Spanien, Bulgarien und der Tschechischen Republik. Die intensive europäische Zusammenarbeit macht es für sie immer schwieriger, sich der Strafe zu entziehen.

"Zwischen den europäischen Staaten teilen wir Informationen über die KFZ-Kennzeichen über die Datenbank Eucaris. Auf diese Weise kann jeder Polizist den Täter leicht identifizieren", sagt Justizsprecher Edward Landtsheere. Die  belgische Justiz ermittelt und verfolgt die ausländischen Raser über ein automatisiertes System. "Er erhält Post in seiner Landessprache und kann online die Geldstrafe bezahlen. Dieser persönliche Ansatz macht die Verfolgung ausländischer Verkehrssünder sehr viel effizienter. Wir möchten,  dass niemand seiner Strafe entgeht."

Vier von fünf geblitzten ausländischen Straftätern zahlen ihre Bußgelder freiwillig. "Wenn wir als belgische Justiz die Geldstrafe nicht einziehen können, teilen wir das dem Herkunftsland mit, das dann ebenfalls versucht, die Geldbuße zu kassieren.“

ROBIN UTRECHT

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