Die Lohnkosten steigen in Belgien weniger schnell als im EU-Durchschnitt

Laut dem EU-Statistikamt Eurostat steigen die Lohn- und Arbeitskosten in Belgien aktuell weniger schnell, als im gesamten EU-Durchschnitt. Im ersten Quartal des laufenden Jahres stiegen diese Kosten in Belgien im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum um 2,1 % während der europäische Durchschnitt hier bei 2,6 % liegt. 

Während die Lohn- und Arbeitskosten im EU-Durchschnitt im 2,6 % und in der Eurozone (jene EU-Länder, in denen der Euro das einzige Zahlungsmittel ist) um 2,4 % anstiegen, liegt dieser Wert in unserem Land aktuell lediglich bei einem Plus von 2,1 %. Im Vergleich mit den direkten Nachbarländern fällt auf, dass Belgien hier hinter Deutschland (+2,5 %), Frankreich (+2,7 %) und Luxemburg (+4,2 %) liegt. In den Niederlanden hingegen stieg der Lohn- und Arbeitskostendruck nur um 1,5 %.

Das bedeutet, dass sich auf Ebene von Löhnen und Gehältern für Belgien eine etwas bessere Wettbewerbsfähigkeit ergibt. Im gesamten vergangenen Jahr variierte der Lohn- und Arbeitskostendruck in unserem Land zwischen 1,2 und 1,8 % je nach Quartal.

Der vierteljährliche Arbeitskostenindex (Labour Cost Index - LCI) verfolgt die Entwicklung der gesamten Arbeitskosten, die je geleisteter Arbeitsstunde eines Angestellten für den Arbeitgeber anfallen. Der LCI misst also den Kostendruck, der durch den Produktionsfaktor Arbeit entsteht. Der Arbeitskostenindex wird nach seinen Komponenten (Bruttolöhne und -gehälter sowie die Lohnnebenkosten) nach Wirtschaftsabschnitten aufgeschlüsselt.

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