Belgien: Ein Viertel der Autofahrer gibt zu, schon mal angetrunken Auto zu fahren

Jeder vierte Autofahrer in Belgien gibt an, im vergangenen Monat schon einmal unter Alkoholeinfluss unterwegs gewesen zu sein. Laut Vias, das belgische Institut für Verkehrssicherheit, ist dieser Wert doppelt so hoch, wie im europäischen Durchschnitt. Vias hatte eine internationale Studie zu diesem Sachverhalt in 32 Ländern durchführen lassen. 

Nicht nur Autofahrer, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer nutzen unter Alkoholeinfluss manchmal ihre Fahrzeuge. So gab in Belgien jeder fünfte Motorradfahrer und jeder dritte Radfahrer an, im vergangenen Monat mit zu viel Alkohol im Blut unterwegs gewesen zu sein.

Belgien schneidet in dieser Frage mit 24 % nicht nur im Vergleich mit dem europäischen Durchschnitt (13 %) verheerend schlecht ab, sondern ist sogar der schlechteste Schüler von allen in dieser Hinsicht befragten Ländern ab.

Der Unterschied zu Ländern, wie Ungarn (4%), Finnland (4 %) oder Polen (6%) ist denn auch groß und selbst im Vergleich zu direkten Nachbarländern, wie die Niederlande (9 %) oder Deutschland (9 %) steht Belgiens schlecht da.

Vias sieht in dieser Hinsicht in Belgien ein Mentalitätsproblem, denn der eigene Umgang mit Alkohol am Steuer ist in unserem Land viel zu nachlässig. Hinzu kommt noch, dass unser Land auch in anderer Hinsicht im europäischen Vergleich negativ auffällt.

So liegt die Zahl derer, die zugeben, sich auch unter Drogeneinfluss ans Steuer oder an den Lenker eines motorisierten Fahrzeugs zu begeben, recht hoch. Und auch die Nutzung von Handys am Steuer ist für viele Zeitgenossen hierzulande eher die Regel als die Ausnahme.

Vias will, dass sich die Möglichkeit, bei solchen Vergehen auch erwischt zu werden, deutlich erhöht und entsprechende Bestrafungen sollten auf alternative Art und Weise angesetzt werden, um zu versuchen, hier eine Mentalitätsänderung zu erreichen. 

Weitere Nachrichten