Bevölkerungszunahme in Belgien auch und gerade durch Einwanderung

Am 1. Januar 2019 zählte Belgien genau 11.431.406 nach dem geltenden Gesetz registrierte Einwohner. Das entspricht einem Anstieg um 55.336 Personen oder 0,49 % gegenüber 2018, von denen statistisch gesehen 87,5 % Einwanderer sind. Dieser Anstieg folgt einem seit einigen Jahren anhaltenden Trend, der in etwa stets den mehr oder weniger gleichen Prozentsatz beträgt.

Der Anstieg der Bevölkerung in Belgien beruht auf zwei demografische Faktoren, nämlich zum einen auf der Tatsache, dass es hierzulande mehr Geburten als Sterbefälle gibt und zum anderen auf der Einwanderung. Allerdings stagniert bzw. sinkt in unserem Land die Zahl der Geburten, was sich negativ auf die Bevölkerungsstatistik im Allgemeinen auswirkt. Schon 2017 sank die Zahl der Geburten in Belgien auf Jahresbasis auf einen Wert unter 120.000 Kinder. Auch dieser Trend setzt sich fort.

Legale Einwanderung

Das bedeutet, dass die weiter steigende Bevölkerungszahl in unserem Land zu einem Großteil auf der internationalen Migration beruht. Der größte Teil der durch Einwanderung in Belgien legal registrierten Neu-Bürger sind die Rumänen (+ 9.144), gefolgt von Marokkanern (+ 4.110), Franzosen (+ 3.198), Afghanen (+ 3.121) und Syrern (+ 2.975).

Weitere statistische Entwicklungen

Auffallend ist, dass die Zunahme der Bevölkerung in Flandern mit einem Plus von 0,6 % deutlicher ist, als in der Wallonie, wo die Bevölkerung um 0,3 % zunahm. Auf Ebene der Provinzen ist diese Entwicklung an deutlichsten in Flämisch-Brabant festzustellen (+ 0,68 %). Ganz nebenbei: Belgien zählte in der aktuellen Bevölkerungsstatistik am Jahresanfang mehr Frauen als Männer. Das Verhältnis liegt derzeit bei 51 % Frauen und 49 % Männern.