Nicolas Maeterlinck

Konstituierende Sitzung des Flämischen Landesparlaments mit 124 neugewählten Abgeordneten

Am Dienstag haben die 124 neuen Abgeordneten im Flämischen Landesparlament ihren Eid abgelegt. Dabei haben alle Gewählten geschworen, sich an die Verfassung zu halten. Geleitet wurde diese erste Sitzung nach den Regionalwahlen vom Vorsitzenden ad interim, dem mit 28 Jahren als Abgeordneter der diestälteste Vertreter dieses Hauses, Herman De Croo (Open VLD), dem die beiden jüngsten Abgeordneten des Hauses nach alter Tradition beistanden. 

Dabei handelte es sich um die beiden Vlaams Belang-Abgeordneten Adeline Blancquaert und Filip Brusselmans. Das neue Plenum im Landesparlament besteht seit den Landtagswahlen vom 26. Mai aus 35 Abgeordneten der flämischen Nationaldemokraten N-VA, 23 Abgeordneten des rechtsradikalen Vlaams Belang, 19 Abgeordneten der chrislich-sozialen CD&V, 16 Liberalen der Open VLD, 14 grünen Abgeordneten von Groen, 14 Sozialdemokraten von SP.A und vier Kommunisten der Arbeiterpartei PVDA.

Von den 124 Abgeordneten im Landesparlament sind 67 Neulinge. Das entspricht einem Anteil von 54 %. Für 43 dieser Landtagsabgeordneten ist dieses Parlament überdies Neuland, denn sie bekleideten bisher noch kein solches Mandat. Hinzu kommt noch, dass noch nie so viele Frauen in diesem Gremium sitzen, wie in dieser jetzt anlaufenden Legislaturperiode, nämlich 46,7 %.

Am Dienstagabend hatte auch das Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft seine erste Sitzung nach den Wahlen. Dort legten die 25 neugewählten Mitglieder des Parlaments ihren Eid auf die Verfassung ab. Die DG ist die erste belgische Region, die über eine Regierung verfügt. Hier ist die alte Mehrheit auch die neue. Am Dienstag wurden auch die 94 Abgeordneten des Parlaments der Französischen Gemeinschaft vereidigt. Dieses Parlament besteht aus 75 Abgeordneten aus Wallonien und 19 Abgeordneten aus der Region Brüssel-Hauptstadt.

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