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"Beispiellose Gewalt": Besonders harte Strafen nach Folter und Mord

Ein Schwurgericht in Lüttich hat gegen fünf junge Leute, die 2017 einen jungen Mann entführt, brutal erniedrigt, misshandelt, vergewaltigt und ermordet hatten, sehr lange Haftstrafen teilweise mit anschließender Sicherheitsverwahrung ausgesprochen. Zwei der Täter müssen lebenslang ins Gefängnis. Das Gericht erkannte im vorliegenden Fall eine besonders Schwere in allen Bereichen und konnte hier keine Milde walten lassen.

Fünf junge Menschen, von denen einer zur Tatzeit noch minderjährig war, hatten in der Nacht vom 26. auf den 27. März 2017 in Lüttich den 18 Jahre alten geistig zurückgebliebenen Jugendlichen Valentin entführt, stundenlang brutal gequält und erniedrigt, vergewaltigt und anschließend mit auf dem Rücken gefesselten Händen in den Fluss Maas geworfen, wo er ertrank und erst Tage später geborgen werden konnte.

Die beiden Hauptangeklagten, ein Mann und eine Frau, wurden des vorsätzlichen Mordes, der Entführung und der Folter und Vergewaltigung schuldig gesprochen. Für sie forderten die Geschworenen nach 8 Stunden Beratung Lebenslang. Zwei weitere Täter sollen für 25 bzw. 27 Jahre hinter Gitter und der fünfte Angeklagte, der zur Tatzeit noch minderjährig war, wurde zu einer Haftstrafe von 29 Jahren verurteilt. Er hatte die Taten teilweise gefilmt.

Die Geschworenen konnten angesichts dieser sinnlosen und extremen Gewalt keinerlei Milde walten lassen und forderten diese sehr hohen Haftstrafen, für einige der fünf Angeklagten zudem anschließende Sicherheitsverwahrung gefordert wurde.

Für die beiden zu lebenslangen Haftstrafen verurteilten Angeklagten bedeutet dies, dass sie 15 Jahre hinter Gitter verbringen müssen. Sie bleiben danach für ebenfalls 15 Jahre in Sicherheitsverwahrung. Die drei weiteren Angeklagten sollen mindestens zwei Dritten ihrer Haftstrafen absitzen.