Hund ausgeführt: Steckbrieflich gesuchter Mörder in Brüssel festgenommen

FAST, die schnelle Eingreiftruppe der belgischen Polizei (Fugitive Active Search Team), hat am Dienstagabend einen der steckbrieflich gesuchten Verbrecher der berühmten „Most Wanted“-Liste gefasst. Der Mann, ein seit zwei Jahren gesuchter Mörder mit polnischer Staatsbürgerschaft, war nach Tipps in Brüssel festgenommen worden, als er seinen Hund ausführte.

Der 39-jährige Pole wurde seit rund zwei Jahren auf der Fahndungsliste der meist gesuchten Verbrecher in Belgien geführt. Er war wegen Totschlags zu 18 Jahren Haft verurteilt worden, verschwand aber in Erwartung eines Berufungsverfahrens. Dazu entfernte er offenbar eine Fußfessel, die ihm zur elektronischen Überwachung angelegt worden war. Nach seinem eigentlichen Verfahren wurde er angesichts eines baldigen Berufungsverfahrens unter Vorbehalt auf freien Fuß gesetzt.

Am Dienstagabend konnten ihn Beamten des FAST-Teams im Brüsseler Stadtteil Vorst festnehmen, als er seinen Hund im dortigen Dudenpark ausführte. Die Festnahme erfolgt nach Eingang einiger Hinweise. Jetzt muss der Pole seine Haftstrafe absitzen. 

Erfolgreicher Steckbrief

Über die „Most Wanted“-Fahndungsliste der belgischen Bundespolizei werden derzeit 19 Personen gesucht, zumeist bereits verurteilte Straftäter. 11 der auf der 2016 erstmalig veröffentlichten Version aufgeführten 30 steckbrieflich Gesuchten, konnten inzwischen zumeist nach Hinweisen aus der Bevölkerung gefasst werden. Einige von ihnen wurden im Ausland verhaftet und der belgischen Justiz überstellt.

Ein seit einigen Tagen in Kraft befindliches Gesetz erlaubt es der Polizei, besondere Fahndungsmittel anzuwenden, um die Gesuchten dieser Fahndungsliste zu ergreifen. Dazu gehören Gesetzesanpassungen, die z.B. leichter das Abhören von Telefonen ermöglichen. 

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