In der Region Brüssel-Hauptstadt leben heute 1,2 Mio. Einwohner

Im vergangenen Jahr haben sich in der Brüsseler Region rund 10.000 neue Einwohner niedergelassen, was die Bevölkerungszahl dort auf 1,2 Millionen Einwohner ansteigen ließ. Dieser Anstieg ist der höchste auf Jahresbasis seit einigen Jahren und ist in erster Linie auf die internationale Migration zurückzuführen. Brüssel ist damit in dieser Hinsicht mit einem Wachstum um 0,8 % die am stärksten wachsende Region in ganz Belgien.

Am 1. Januar 2019 zählte die Region Brüssel-Hauptstadt genau 1.208.542 Einwohner. Das waren 9.816 Personen, bzw. 0,8 % mehr, als am gleichen Stichtag 2018. Das bedeutet, dass die Brüsseler Region statistisch gesehen bei einer weiter steigenden Bevölkerungszahl bleibt. Brüssel ist auch weiterhin laut Statbel, dem belgischen Statistikamt, die am stärksten wachsende Region in ganz Belgien.

Seit 1989 wuchs die Zahl der Einwohner in der Brüsseler Region bei einem kleinen „Sinkflug“ in den 1990er Jahren um rund eine halbe Million Menschen. Die Bevölkerungszunahme im vergangenen Jahr ist dabei in erster Linie auf Einwanderung, aber auch auf ein natürliches Wachstum zurückzuführen. 44.873 Menschen kamen aus dem Ausland nach Brüssel und 8.458 Personen kamen aus der Differenz zwischen Sterbefällen und Geburten weiter hinzu.

2018 verließen aber auch 18.530 Menschen die Hauptstadt-Region. Dies ist ein Indikator für eine weiter anhaltende Stadtflucht, denn die meisten Menschen, die Brüssel verließen, zogen in eine der anderen belgischen Regionen, wie Flandern oder die Wallonie um.

Nicht zu vergessen sind aber auch jene Personen, die aus dem Bevölkerungsregister gestrichen wurden, weil sie sich nicht mehr in der Region aufhalten und weil von ihnen eine neue Adresse fehlt. Solche unauffindbaren Menschen bestehen verwaltungstechnisch für die Behörden nicht mehr. Das war 2018 alleine in Brüssel bei 17.821 Personen der Fall.