Die Provinz Limburg erwirbt die Gleise der alten Zechenbahnen

Die flämische Provinz Limburg hat von der belgischen Bahngesellschaft NMBS/SNCB die Gleise des östlichen Teils der alten Zechenbahnen erworben. Limburg will diese alten Bahnlinien jetzt sowohl touristisch, als auch wirtschaftlich nutzen. Die Provinz hat Pläne, mit denen die entsprechenden Areale dahingehend genutzt werden, dass sie einen Mehrwert für die gesamte Region darstellen.

Die gesamte alte limburgische Industriebahn, die im Volksmund in Limburg „Kolenspoor“ genannt wird, was so viel wie „Kohlenbahn“ bedeutet, ist rund 70 km lang und verband früher einmal alle Zechen, die zwischen Beringen und Maaseik im ehemaligen Bergbaugebiet lagen. Die Provinz hat den östlichen Teil davon übernommen, sprich die Gleise, die von der Zeche Zwartberg aus in Richtung Maaseik verlaufen.

Die Provinz verspricht sich von den Ankauf der Anlagen einen Mehrwert in der Region „Midden-Limburg“ und plant z.B. innovative Radwege oder auch Naturpfade und Raum für grüne Ökologie. Doch alles soll irgendwie auch zu einer „Erlebnisregion“ werden, die zwischen den alten Zechen und Zechenanlagen liegen.

Diese werden heute alle zu unterschiedlichen Zwecken genutzt, z.B. als Bergbaumuseum oder als Kulturzentrum. Ziel ist, alle diese früheren Bergbaustätten wieder miteinander zu verbinden, um ähnlich wie im Ruhegebiet in Deutschland ein zusammenhängendes Ganzes zu bilden, was wiederum verschiedenartig genutzt werden kann und soll. 

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