Zwei Mädchen aus Belgien in Paris bei mutmaßlichem Islamisten aufgegriffen

Die französische Polizei hat in Paris zwei junge Mädchen aus Belgien aufgegriffen. Die 15 und 18 Jahre alten Frauen hielten sich in der Wohnung eines mutmaßlichen Islamisten auf. Die jungen Belgierinnen stammen aus der Provinz Ostflandern und sind offenbar islamistisch radikalisiert. Sie wollten sich über Ägypten nach Syrien absetzen, um sich dort Dschihadisten anzuschließen.

Die französische Staatsanwaltschaft bestätigt Meldungen, dass die beiden jungen Frauen Ende der vergangenen Woche in der Wohnung eines 29-jährigen Franzosen in Paris aufgegriffen worden sind. Der Mann wird als Anhänger des radikalen Islams angesehen und soll die beiden Jugendlichen indoktriniert haben.

Nach Polizeiangaben hatten die drei hätten vor, sich über Ägypten nach Syrien abzusetzen, um sich dort der islamistischen Terrorbewegung IS anzuschließen. Die 15-Jährige hatte allerdings Kontakt mit ihre Familie über die sozialen Netzwerke aufgenommen und dabei ihren Aufenthaltsort in Paris verraten.

Die Schülerin gab dabei an, dass sie und ihre Freundin dort gegen ihren Willen festgehalten würden. Daraufhin alarmierten die Eltern die Polizei in Belgien, die wiederum ihre französischen Kollegen auf den Plan riefen.

Gegen den 29-jährigen Franzosen wird wegen Entführung, Verbreitung von islamistischer Propaganda, Rekrutierung von Jugendlichen für den Dschihad und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung ermittelt und auch gegen die 18-jährige Belgierin läuft ein Verfahren der Staatsanwaltschaft in Frankreich. Die 15-Jährige ist inzwischen zurück in Belgien und wurde hier vom Jugendamt übernommen. Sie wird hier in Belgien auch von der Polizei zu dem Vorgang verhört.

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