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Der Name von Charles Michel als Kandidat für ein Spitzenamt bei der EU macht die Runde

Belgiens scheidender Premierminister Charles Michel (MR - Foto) taucht in den letzten Tagen immer häufiger auf, wenn es um die Verteilung der höchsten Ämter bei der Europäischen Union geht. Der scheidende EU-Ratspräsident Donald Tusk macht sich für Michel offenbar als dessen Nachfolger stark, doch die liberale Fraktion im EU-Parlament, Renew, hat sich bereits auf eine Kandidatin geeinigt.

Den EU-Staats- und Regierungschefs ist es am Donnerstag bei ihrem Gipfel in Brüssel nicht gelungen, sich auf Kandidaten für die fünf neu zu besetzenden EU-Spitzenämter zu einigen. Sie haben sich lediglich auf ein neues Treffen zu diesem Zweck am 30. Juni geeinigt.

Nicht erst seit gestern taucht auch immer öfter der Name des scheidenden belgischen Premierministers Charles Michel von den frankophonen Liberalen MR auf. Laut der Newswebseite Politico macht sich EU-Ratspräsident Donald Tusk für Michel als dessen Nachfolger stark. Und auch Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron kann sich den belgischen Spitzenpolitiker in einem europäischen Spitzenamt vorstellen, wie einige Medien melden.

Allerdings hat man sich bei der liberalen Familie in der Europäischen Union bereits auf die Dänin Margarethe Vestager geeinigt - die derzeitige EU-Wettbewerbskommissarin. Ob da noch die Karte Michel gezogen werden kann, ist fraglich, auch wenn er selbst einem solchen Posten gegenüber wohl nicht abgeneigt wäre.

Die EU-Staats- und Regierungschefs suchen derzeit dringend nach einem neuen EU-Kommissionsvorsitzenden, nach einem neuen EU-Ratsvorsitzenden, nach einem neuen EU-Vertreter für Außenangelegenheiten und Verteidigung und nach einem neuen Vorsitzenden der Europäischen Zentralbank. Nicht zuletzt braucht auch das Europaparlament einen neuen Vorsitzenden.