Flandern untersucht die Frage, ob die Unwetter im Juni eine Katastrophe waren

Flanderns scheidender Ministerpräsident Geert Bourgeois (N-VA) lässt die Frage prüfen, ob die anhaltenden Unwetter von Mittwoch im Norden der Provinz Antwerpen als Naturkatastrophe bewertet werden können. Vor allem die Ortschaften Kalmthout und Kapellen müssen mit den Folgen von enormen Regenmassen kämpfen. Die Gemeinden wollen einen entsprechenden Antrag an das Land schicken.

Die Behörden des belgischen Bundeslandes Flandern bewerten allerdings nicht nur die Ereignisse von Mittwoch im Norden der Provinz Antwerpen und die Folgen der schweren Unwetter, sondern sie nehmen den gesamten Monat Juni unter die Lupe. 

Fast ganz Flandern war in den vergangenen Tagen und Wochen wiederholt von schweren und regenreichen Gewitterschauern und stürmischen Unwettern heimgesucht worden, was teilweise für schwere Schäden sorgte, auch und gerade an vielen privaten Wohnhäusern, Bauernhöfen und Gebäuden von Unternehmen.

Darauf konzentriert sich denn auch die Bewertung, die Noch-Landeschef Bourgeois in Auftrag gegeben hat. „Der übermäßige Niederschlag, Hagel und stürmische Winde an verschiedenen Tagen während des Monats Juni haben verschiedener Orts für ernsthafte Schäden gesorgt.“, hieß es dazu in einer Erklärung des scheidenden Ministerpräsidenten.

Städte und Gemeinden, die davon ausgehen können, dass sie in Anmerkung für eine Aberkennung kommen, haben das Recht einen Antrag beim flämischen Katastrophenfonds zu stellen. Eine offizielle Anerkennung von Unwettern oder von Unwetterperioden als Katastrophe führen zu Entschädigungen und zu Schadensersatz aus diesem Fonds. Die Bewertungen erfolgen aufgrund von diversen Parametern, die unter anderem das Königliche Wetteramt (KMI) in Ukkel bei Brüssel untersucht. 

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