Schwerer Unfall an Bahnübergang in Aarschot: Ein Toter

In Langdorp bei Aarschot ist es in der Nacht zum Freitag zu einem schweren Unfall an einem Bahnübergang gekommen. Dabei hatte ein Güterzug einen PKW auf den Gleisen gerammt und mitgerissen. Der Fahrer des Wagens kam dabei ums Leben. Es liegen hinweise darauf vor, dass an dieser Stelle die Signale nicht funktionierten und dass die Schlagbäume am Bahnübergang deshalb nicht geschlossen waren. Im Laufe des Tages hieß es bei der Bahn, dass dieser Unfall möglicherweise auf menschliches Versagen zurückzuführen sei. 

Bei dem Unfall wurde der Fahrer des Wagens, ein 20 Jahre alter Mann, getötet. Die beiden weitern Insassen, ein 18 Jahre altes Mädchen und ein 21 Jahre alter Mann, wurden hingegen nur leicht verletzt. Der Zug schleifte den PKW rund 100 m weit über die Gleise mit, bis er zum stehen kam.

Ein Augenzeuge gab zum Unfallhergang an, dass die Schlagbäume des Bahnübergangs nicht geschlossen waren, dass die Warnlichter weiß blinkten und dass der Signalton, der auf das Herannahen eines Zuges hinweist, nicht erklang. Diese Aussagen stimmen mit den ersten Erkenntnissen eines Unfallgutachters überein, der den Unfallort bereits untersuchen konnte.

Jetzt müssen technische Ermittlungen ergeben, warum das Signal- und Sicherheitssystem dort in der Nacht zum Freitag nicht funktionierte. Im Laufe des Vormittags am Freitag konnte die betroffene Bahnstrecke wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Beim Infrastrukturdienstleister der belgischen Bahngesellschaft NMBS/SNCB, Infrabel, heißt es dazu, dass mittelfristig das Ziel sei, Bahnübergänge generell abzuschaffen und durch Unterführungen oder Brücken zu ersetzen. Überall ist dies allerdings nicht möglich und deshalb seien Planungsgespräche mit den lokalen Behörden notwendig, um praktikable Lösungen im Sinne der Sicherheit und der Zuverlässigkeit des Bahnverkehrs zu suchen und zu finden.

Im Laufe des Freitagnachmittags räumte Infrabel nach weiteren Untersuchungen ein, dass es sich bei dem Unfall um menschliches Versagen gehandelt haben könnte. Andernorts habe auf der Strecke ein in Panne gefallener Zug gestanden und die Sicherung der Linie habe in Händen eines Mitarbeiters in der Verkehrsleitung in Brüssel gelegen. Dieser, so eine Pressemitteilung von Infrabel, habe vielleicht im Zuge des Verfahrend einen Fehler gemacht.

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