Christliche Gewerkschaft schließt Aktionen bei skeyes während der Ferien nicht aus

Im Vorfeld der Sommerferien erhöht die christliche Gewerkschaft ACV-Transcom den Druck auf die Fluglotsen von skeyes. "Wir wollen keinen Ärger machen, aber wenn uns das Management provoziert, werden wir sofort und hart reagieren. Vor, während oder nach der Ferienzeit", hieß es an diesem Samstag in einer Pressemitteilung. Am kommenden Montag werden weitere Sozialgespräche bei skeyes geführt.

Die skeyes-Pressemitteilung folgt auf einen gemeinsamen Ausschuss am Freitag. Die christliche Gewerkschaft hat daraus geschlossen, dass die Unternehmensleitung "zur Tagesordnung übergehen will". Doch die ACV lehnt zusammen mit VSOA immer noch die Sozialvereinbarungen ab, die das Management mit einer Gewerkschaft, der sozialistischen ACOD, abgeschlossen hat. Sie hat schon oft kritisiert, dass die Abkommen keine strukturellen Lösungen böten. In der Pressemitteilung spricht der Gewerkschafter Kurt Callaerts über "den Wunsch (der Geschäftsleitung, Red.!) nach völliger Kontinuität, 24 Stunden am Tag auf Kosten der Sicherheit" und des Privatlebens der Mitarbeiter.

Die Vereinbarungen werden seit Wochen diskutiert. Das Management sagt, dass es nur noch über deren Umsetzung sprechen wolle, während ACV und VSOA die Vereinbarungen neu verhandeln wollen.

Am Montag treffen sich die Direktion und Gewerkschaften erneut.

Am 16. Mai wurde der von skeyes kontrollierte Luftraum aufgrund einer Arbeitsunterbrechung durch die Fluglotsen stundenlang geschlossen. Für viele Luftfahrtunternehmen war das der sprichwörtliche Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Brussels Airport, Brussels Airlines und TUI fly Belgium haben sich gemeinsam mit weiteren Gesellschaften in einem Eilverfahren an den Richter gewandt, um Strafzahlungen zu verlangen, sollten die Dienste von skeyes weiterhin unterbrochen werden. Ein Urteil wird in Kürze erwartet.

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