Die Hälfte der Hotel- und Gastronomiebetriebe wurde schon mit Zechprellern konfrontiert

Die Hälfte der belgischen Gaststätten hatte im vergangenen Jahr Zechpreller als Gast.  Monatlich wird eine sogar eine Viertel der Mitglieder des Gaststättenverbandes mit Kunden konfrontiert, die ohne Bezahlung das Lokal verlassen. Die Zahlen veröffentlicht die Sonntagszeitung ‚De Zondag‘.

Im vergangenen Jahr wurden 51% der Gastronomiebetriebe mindestens einmal mit einem Zechpreller konfrontiert. Dies ist ein Drittel mehr als noch2014. Die Polizeistatistiken deuten auf den gleichen Trend hin. Die Polizei identifizierte 2017 567 Fälle und 2014 471 Fälle.

Und das ist nur die Spitze des Eisbergs, denn nur 16% der Fälle werden tatsächlich angezeigt. Hotels und Gaststätten werden aufgefordert Zechpreller immer anzuzeigen. Nur so kann etwa gegen das Phänomen unternommen werden.

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7 von 10 Gaststätten ergreifen bereits Maßnahmen, um gegen Zechpreller vorzugehen.  Die meisten bitten um sofortige Bezahlung auf der Terrasse. Oft ist es leider unmöglich, alle Kunden im Auge zu behalten, da man dafür einen zusätzlichen Mitarbeiter benötigt. Kameraüberwachung kann Zechpreller aber auch abschrecken. Außerdem können die Kamerabilder in einem Gerichtsverfahren als Beweismaterial verwendet werden.