Anrufen, SMS senden, Selfies ... Jeder dritte junge Autofahrer benutzt sein Smartphone am Steuer

Aus einer Umfrage des belgischen Instituts für Verkehrssicherheit (Vias) bei 1000 Autofahrern zwischen 18 und 30 Jahre geht hervor, dass jeder dritte im letzten Monat einen Bericht gelesen oder versendet hat, als er am Steuer eines Wagens saß. Jeder zehnte Autofahrer erhielt im vergangenen Jahr deswegen eine Geldbuße.

Die Umfrage ergab auch, dass 18 Prozent der Befragten, jeder 20. also, obwohl fahrend, zugleich telefoniert. Und 6 % der jungen Autofahrer gestand sogar, beim Fahren ein Selfie genommen zu haben.

Das Risiko, von der Polizei bei den Zuwiderhandlungen erwischt zu werden, ist relativ gering. Nur jeder Zehnte kassierte eine Geldbuße.

Ablenkung wegen Handynutzung sind nicht das einzige Problem der befragten Altersgruppe: Die 18- bis 30-Jährigen sind, im Vergleich zur übrigen Bevölkerung, auch zweimal häufiger in Unfälle mit Toten und Verletzten verwickelt.

Zwar bessert sich diese Tendenz etwas, so Vias, aber nach wie vor nehmen junge Autofahrer zu viele Risiken. 27 Prozent, also wenigstens jeder Vierte,  hat im abgelaufenen Jahr eine Geldbuße erhalten. In den meisten Fällen – wenigstens 61 Prozent – wurden die Zuwiderhandelnden wegen zu schnellen Fahrens geahndet, gefolgt von Falschparken (32 Prozent) und Handynutzung (10 Prozent).