Kris Peeters tritt als Föderalminister zurück, um sein Mandat als Europarlamentarier aufzunehmen

Nach 15 Jahren verlässt Kris Peeters von den flämischen Christdemokraten (CD&V) die belgische und flämische Politik, um seinen Sitz im Europarlament zu besetzen. Peeters war Vizepremierminister, Minister für Beschäftigung, Wirtschaft und Verbraucher in der rechtsliberalen Regierung von Charles Michel (MR). Die CD&V muss noch einen Nachfolger bestimmen.

Kris Peeters war ein Schwergewicht in der belgischen und flämischen Politik, in der viele Jahre den Ton angegeben hat.

Seine politische Karriere begann 2004, als der damalige flämische Ministerpräsident Yves Leterme ihn bei der  Mittelstandsvereinigung Unizo abwarb. Peeters wurde zuerst Minister in der Landesregierung und folgte Leterme 2017 als Ministerpräsident. 

Der “George Clooney von Flandern” leitete zwei Landesregierungen, zuletzt mit den flämischen Nationalisten der N-VA. Nach den Wahlen 2014 rückten die Nationalisten als größte Partei auf und Peeters wurde in die nationale Politik entsandt.

Auf Bundesebene hätte Peeters Premierminister werden können. , musste sich aber mit einem Ministerposten zufriedengeben, weil seine Parteigenossin Marianne Thyssen zur europäischen Kommissarin avancierte.

Bei den Kommunalwahlen 2018 trat Kris Peeters in Antwerpen gegen den amtierenden Bürgermeister Bart De Wever von der N-VA an. Der Konkurrent gewann die Wahlen in der Hafenstadt. Peeters erlitt eine bittere Niederlage. Als Spitzenkandidat für die Europawahlen nominiert, holte der 57-Jährige 256822 Vorzugsstimmen bei den Wahlen am 26. Mai. 

Premierminister Michel dankte ihm für die gute Zusammenarbeit.

 

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