Nicht dringende Post wird bald nur noch alle 2 Tage zugestellt

Ab März 2020 wird der Briefträger nicht dringende Briefe nur noch zwei Mal pro Woche zustellen. Der Briefversand geht drastisch zurück und bpost sieht sich gezwungen, Maßnahmen zu ergreifen, um Verlust zu vermeiden.

Die Konkurrenz, die die Briefpost seit E-Mail, What’sApp, Skype und von vielen anderen digitalen Kommunikationsformen bekommen hat, wirkt sich direkt auf das Volumen der Briefsendungen aus: „Wir müssen unsere Arbeitsweise also umstellen”, erklärt die Sprecherin von bpost, Barbara Van Speybroeck.

„Nicht dringende Briefe werden wir zum Wochenbeginn und zum Wochenende bündeln und zustellen.“

Dennoch werden die Briefträger noch jeden Tag von Tür zu Tür gehen und Tageszeitungen, Päckchen und Briefe mit Prior-Briefmarke abliefern. Eine Prior-Briefmarke kostet 0,5 Eurocent mehr als normale Briefmarken und garantiert, dass der Brief am folgenden Werktag zugestellt wird. Als wirklich erfolgreich kann die Neueinführung der Prior-Briefmarke Anfang des Jahres nicht genannt werden. Andere Postsendungen, die aufgrund ihrer Eigenschaft auch am nächsten Werktag zugestellt werden, sind Einschreiben und Todesanzeigen.

Die sogenannten nicht dringenden Briefe werden im neuen Geschäftsplan von bpost drei Tage lang unterwegs sein.  

Im Gegensatz zur Briefpost steigt der Päckchenverkehr rasch an. „Die Endkunden gehen davon aus, dass Päckchen ihnen täglich zugestellt werden. Leider kompensiert der zunehmende Paketversand nicht die Volumeneinbußen der Briefpost. Der Postbetrieb müsse sich deshalb umstellen, Maschinen zum Paketversand anschaffen und neue Strukturen einführen. Diese Entwicklung ist in vollem Gange, so Barbara Van Speybroeck.

Die neue Arbeitsweise wird im Sommer in sechs Postämtern getestet. Ab März 2020 soll sie landesweit eingeführt werden. Auf die Mitarbeiteranzahl von bpost (rund 13.000 Beschäftigte) soll die Umstellung keine Auswirkungen haben. 

Jonas Hamers / ImageGlobe

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