Flandern richtet eine kommunale Datenbank zum CO2-Ausstoß ein

Das belgische Bundesland Flandern will, dass sich die Städte und Gemeinden mehr mit dem Klimaschutz beschäftigen. In einer Online-Datenbank für alle fünf flämischen Provinzen ist ein Klimabericht für  jede Kommune zu finden. Auf Basis dessen sollen Städte und Gemeinden ihre eigene Klimapolitik aufbauen. 

Die Informationen, die die flämischen Kommunen dort konsultieren können sollen Maßnahmen entwickeln werden, mit denen der Anteil von CO2 in der Luft gesenkt werden kann. Die Datenbank listet den  durchschnittlichen CO2-Ausstoß für jede einzelne Kommune auf.

Viele flämische Städte und Gemeinden (genau 248 von 300 Gemeinden) haben das sogenannte „Bürgermeister-Übereinkommen“ unterzeichnet, in dem sich die Kommunen dazu verpflichten, bis 2020 20 % weniger CO2 auszustoßen. Referenzjahr ist das Jahr 2011. Bis 2030 sollen sogar 40 % weniger Treibhausgase in den Kommunen Flanderns ausgestoßen werden.

Das betrifft sowohl den Straßenverkehr, als auch die einzelnen Haushalte und Unternehmen, die über ihre Heizungen Schadstoffe in die Umluft abgeben.

Im Durchschnitt stößt jeder Haushalt in Flandern pro Jahr 3,5 Tonnen CO2 aus. Ostende geht mit gutem Beispiel voran, denn hier liegt der C02-Ausstoß pro Haushalt bei 2,2 Tonnen und befindet sich deutlich unter dem flämischen Durchschnitt. Schlechtester Klimaschüler in Flandern ist die Gemeinde Voeren in Flämisch-Limburg mit jährlich 6,6 Tonnen CO2-Ausstoße pro Privathaushalt.

Die Gemeinden können für ihre Klimamaßnahmen bei ihrer jeweiligen Provinz finanzielle Unterstützung beantragen oder aber dort auch um Informationen bitten, wie sie am besten vorgehen können. Die kommunalen Klimastatistiken wurden auf Basis von Angaben verschiedener Behörden erstellt.