© VRT

Der Brexit bedroht vor allem Jobs im belgischen Lebensmittelsektor

Ein harter Brexit würde deutliche negative Einflüsse auf die belgische Lebensmittelindustrie haben. Aus einer Studie der Katholischen Universität Löwen (KU Leuven) bezüglich des Impakts des Brexit auf unser Land ist ersichtlich, dass der Nahrungsmittel- und Getränkesektor vor großen Problemen in Sachen Export stehen wird, vor allem dann, wenn es sich um einen No-Deal-Brexit handeln wird.

Wenn Großbritannien im Zuge des Brexit auch den EU-Binnenmarkt verlässt, dann steht der Lebensmittelsektor in unserem Land vor einem enormen Problem. Laut KU Leuven könnten rund 4.500 Jobs in diesem Sektor verloren gehen, denn die britischen Inseln sind für die hiesige Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie der viertwichtigste Exportmarkt.

Jährlich setzen belgische Lebensmittelhersteller in Großbritannien bis zu 2,7 Mia. € um. Das entspricht etwa 10 % des gesamten belgischen Ausfuhrvolumens. Das belgische Bundesland Flandern wäre vergleichsweise härter von einem No-Deal-Brexit mit der EU betroffen, als die anderen Länder und Regionen in Belgien.

Aus früheren Studien zu den Auswirkungen des Brexit auf Belgien ist ersichtlich, dass dieser Vorgang alleine in unserem Land bis zu 42.000 Arbeitsplätze bedrohen wird.