Stellenabbau bei Volvo Trucks und bei BASF: Belgien kommt glimpflich davon

Während Volvo Trucks unter der Wirtschaftsflaute leidet und Jobs abbauen will, strukturiert der Chemieriese BASF seine Verwaltung um. Für die Niederlassungen der Unternehmen in Belgien besteht keine große Gefahr, wenn sich auch der schwedische LKW-Bauer von seinen Zeitarbeitskräften verabschiedet.

Durch die Wirtschaftsflaute ist die Nachfrage nach schweren Lastwagen derzeit rückläufig. Volvo Trucks baut seine LKW nicht auf Halde, sondern entspricht der Nachfrage. Deshalb werden die Kapazitäten im belgischen Werk in Gent heruntergefahren. Das bedeutet, dass rund 290 Zeitarbeitsverträge nach den Sommerferien nicht mehr verlängert werden.

Dies betrifft in erster Linie nach Absprache mit den Gewerkschaften Interimskräfte, die noch nicht so lange im Unternehmen sind. Zeitarbeitskräfte mit viel Erfahrung und langer Betriebszugehörigkeit will Volvo Trucks am Genter Standort behalten, so eine Unternehmenssprecherin gegenüber VRT NWS.

Der Markt verändere sich rasch und in den letzten Jahren habe man sich bei Volvo Trucks in Gent steil nach oben entwickelt. Jetzt aber müsse man sich den Gegebenheiten beugen. Ziehe die Wirtschaft bzw. die Nachfrage nach Schwerlastern wieder an, brauche man auch wieder zusätzliche Mitarbeiter. Ende 2018 beschäftigte Volvo Trucks am Standort Oostakker im Hafen von Gent rund 4.700 Mitarbeiter. 

Antwerpen von BASF-Umstrukturierung kaum betroffen?

Der Chemiekonzern BASF plant, bis 2021 rund 6.000 Stellen abzubauen, wie jetzt bekannt wurde. Die Direktion des Konzerns will in erster Linie die bestehenden Strukturen in der Verwaltung vereinfachen, um sich so gegen die sinkende Nachfrage nach Chemieprodukten wappnen zu können. Am BASF-Standort Antwerpen, wo derzeit rund 3.200 Beschäftigte tätig sind, geht man nicht davon aus, dass dieser Vorgang dort große Auswirkungen haben werde.

Dort hieß es dazu: „Die Umstrukturierung vollzieht sich zum Großteil am Hauptsitz in Deutschland. BASF Antwerpen ist in erster Linie ein Produktionsstandort, der organisatorisch völlig anders strukturiert ist. Unsere Niederlassung ist weitgehend selbständig.“ BASF werde in erster Linie in den Bereichen IT und HR Jobs abbauen und auch im Management. Dabei soll die Hierarchie schlanker werden, was aber in Antwerpen nicht der Fall sein werde. 

foto Peter Hilz (C)