Verlängerung des Startverbots in Belgien für die Boeing 737 Max bis zum Jahresende

Das Startverbot für Maschinen des Typs Boeing 737 Max ist von den belgischen Luftfahrtbehörden bis mindestens zum Jahresende verlängert worden. Ursprünglich galt das im März nach Abstürzen zweier Maschine dieses Typs erlassene Flugverbot nur bis Mitte Juli. Bei den betroffenen Flugzeugen handelt es sich um die Max-Versionen 737-8 und 737-9.

Die Flugzeuge vom Typ Boeing 737 Max 8 und 9 müssen Belgien bis mindestens Ende des Jahres am Boden bleiben, denn die belgischen Flugsicherheitsbehörden haben das Startverbot verlängert. In unserem Land gilt dieses Startverbot seit März.

Kurz zuvor waren zwei Maschinen dieses neuen Flugzeugs des US-Herstellers Boeing abgestürzt - eine in Indonesien und eine weitere in Ägypten. Seit dem gelten solche Startverbots für diese Maschinen weltweit.

Bei den Flugzeugen wurde zunächst ein Fehler in einem Software-System entdeckt, mit dem die Nase der Maschine je nach Bedarf gesenkt oder gehoben werden kann. Doch in der vergangenen Woche entdeckten Techniker eine weitere Schwachstelle in der Software von Boeing.

In Belgien nutzt nur der Ferienflieger TUI fly Belgium Maschinen dieses Typs. TUI hat hierzulande vier Boeing 737 Max in seiner Flugzeugflotte.

Das Unternehmen ging nach eigenen Angaben davon aus, dass auch in Belgien eine Starterlaubnis für diese Maschinen ausbleiben wird und hat nach Ersatzmaschinen gesucht, um den Ferienbetrieb in dieser Sommersaison zu gewährleisten.

Im nächsten Winter brauche man bei TUI in Belgien ohnehin weniger Flugzeuge. Dann würden die vier fehlenden 737 Max nicht wirklich ins Gewicht fallen, so ein TUI-Sprecher.