BELGA/WARNAND

Asco Industries kann drei Wochen nach einem Cyberangriff wieder die Produktion starten

Bei Asco in Zaventem in Flämisch-Brabant, ein Unternehmen, das u.a. Bauteile für Flugzeuge herstellt, konnte der Großteil der Belegschaft Anfang dieser Woche wieder die Arbeit aufnehmen. Vor drei Wochen hatten Hacker mit einer Cyberattacke die Server des Unternehmens übernommen und eine nicht näher genannte Summe in einer Cryptowährung verlangt, um die Systeme wieder freizuschalten.

Für die Arbeiter bei Asco Industries in Zaventem begann bereits am Montag wieder die Aufnahme der Produktion. Einige Angestellte hingegen müssen noch etwas warten, bevor sie wieder ihre Tätigkeiten aufnehmen können. Das kann erst am Mittwoch oder am Donnerstag der Fall sein, wie Asco mitteilte.

Der Hackerangriff und das Lahmlegen der kompletten Produktion sorgte für erhebliche Probleme sowohl für das Unternehmen selbst, als auch für die Belegschaft. Die Mitarbeiter wurden kurzfristig auf Kurzarbeit durch technische Arbeitslosigkeit geschickt, was für sie auch einen Einkommensverlust darstellte.

Doch einen Teil der verlorenen Löhne und Gehälter will Asco seinen Mitarbeitern erstatten. Dies verabredeten die Gewerkschaften und das Management, in dem sie sich auf einen Betrag pro verlorenem Arbeitstag einigen konnten. Doch jetzt heißt es rackern bei Asco, denn es müssen drei Wochen Produktionsstopp eingeholt werden. Die Kunden warten auf ihre Produkte.

Asco Industries habe durch den Cyberangriff einen erheblichen Rückstand aufgebaut, den es so schnell wie möglich abzuarbeiten gelte. Die teilweise Kompensierung der entstanden Einkommensverluste, die Asco auf freiwilliger Basis und auf eigenen Initiative lancierte, soll die Mitarbeiter im Hinblick darauf motivieren, so die Gewerkschaften dazu: „Jetzt muss also mehr gearbeitet werden, auch an einigen Wochenenden und Feiertagen…“

Bis heute ist allerdings weiter unklar, wer hinter der Cyberattacke steht. Informatiker haben in drei Wochen intensiver Arbeit die Server bei Asco freigeschaltet bzw. ergänzende Kapazitäten geschaffen und mit Updates und Backups gearbeitet.