Geplatztes VestiVille: Besucher erhalten ihren Ticketpreis zurück

Die Besucher, die ihre Tickets für das in letzter Minute aus Sicherheitsgründen abgesagte Hip Hop-Festival VestiVille in Limburg über Eventbride oder Festicket gekauft haben, kriegen ihr Geld zurück. Die Ticket-Agentur arbeitet noch an den letzten praktischen Details für diese Erstattung und bittet um Verständnis dafür, dass das Ganze noch etwas dauern kann. Inzwischen tritt die Gemeinde Lommel als Nebenkläger in der Akte VestiVille auf. Den Veranstaltern wird u.a. Betrug und Urkundenfälschung vorgeworden.

Festicket teilt auf der eigenen Webseite mit, dass die Agentur Kontakt zu den Veranstaltern aufnehmen werde, um in Erfahrung zu bringen, warum das Festival VestiVille konkret annulliert werden musste. Danach werden alle Ticketkäufer, die für dieses Festival gebucht hatten, erstattet. Wann dieses Geld zurückgezahlt oder überwiesen werden kann, ist allerdings bei Festicket noch unklar.

Eventbrite hingegen verspricht eine rasche Rückerstattung, gibt allerdings an, dass noch an der praktischen Umsetzung des Vorgangs gearbeitet werden, was doch etwas Zeit in Anspruch nehmen werde. Das Geld für die Eintrittskarten werden auf die Konten überwiesen, über die die Tickets erworben wurden, hieß es bei Eventbrite dazu.

Inzwischen kündigte die Gemeinde Lommel in der Provinz Limburg an, im Verfahren gegen die Veranstalter als Nebenkläger aufzutreten, denn man wolle Einsicht in die Akten erhalten. Letztendlich war es der Bürgermeister von Lommel, der VestiVille kurz vor dem Start absagen ließ, weil auf dem Festivalgelände erhebliche Sicherheitsmängel vorlagen, die sowohl die Besucher, als auch die auftretenden Künstler in Gefahr hätten bringen können.

Auch Lommel stellt Ansprüche an die inzwischen unter Anklage stehenden Veranstalter. Ein Geschwisterpaar aus den Niederlanden befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Ein Geschäftspartner der beiden, ein Brite, wurde nach einigen Tagen Haft und Verhören aber wieder auf freien Fuß gesetzt.

Lommel will unter anderem Unkosten, die im Rahmen der Festivalabsage entstanden sind, zurückfordern. Nach Angaben der Gemeindeverwaltung reiche eine Kaution über 20.000 €, die die Veranstalter gegenüber der Stadt geleistet hatten, nicht aus. Man habe hunderte düpierte Besucher mit Essen und Getränken versorgen müssen und für Toiletten gesorgt. Vereinzelt wurden auch Übernachtungen für ausländische Besucher gestellt, die aufgrund ihrer bereits gebuchten Rückflüge in Lommel gestrandet waren.