Brüssel will historische Aufzüge mit ihren Akkordeontüren unter Schutz stellen

Der Stadtrat von Brüssel hat in dieser Woche einem Antrag zugestimmt, mit dem dafür gesorgt werden soll, dass die historischen Aufzüge in vielen alten und historischen Wohnhäusern erhalten bleiben. Dabei geht es in erster Linie um den Erhalt der Lifte mit samt deren Akkordeontüren. Diese sollen in ihren ästhetischen Wert, aber auch sicher weiterbetrieben werden können.

Aufzüge, die in Belgien vor dem 1. Januar 1958 in Betrieb genommen wurden, müssen spätestens bis zum 31. Dezember 2022 modernisiert werden. Dies sieht ein Königlicher Beschluss aus dem Jahr 2003 bezüglich der Sicherheit von Liften vor. In der belgischen Hauptstadt Brüssel existieren noch viele historische Aufzüge, die problemlos in Betrieb sind und die unter diesen Beschluss fallen. Die meisten von ihnen stammen aus der Zeit von Anfang des 20. Jahrhunderts und weisen eben diese ästhetischen Akkordeontüren auf, um die es sicherheitstechnisch geht.

Der Antrag auf Unterschutzstellung dieser Aufzüge beinhaltet, dass eine Modernisierung dieser Aufzüge mit ihren metallenen Akkordeoneingängen nicht zwingend mit einem Ersetzen dieser Türen verbunden sein muss, um den geltenden Sicherheitsbestimmungen zu entsprechen.

Lichtschranken und genauere Risikoanalysen der einzelnen Lifte würden es ermöglichen, diese zu modernisieren, ohne deren Kulturgutwert anzutasten, so der Antrag. Von Seiten des Brüsseler Interessenverbandes „Save our Elevateors“ kam Zustimmung zu diesem Antrag und der Tatsache, dass der Brüsseler Stadtrat diesem zugestimmt hat. Dort heißt es, dass ähnliche Anträge in allen anderen Brüsseler Gemeinden ebenfalls eingereicht worden sind.

Für „Save our Elevators“ ist die Entscheidung in Brüssel-Stadt sehr wichtig, hat sie doch Symbolwirkung für die anderen 18 Gemeinden in der Region Brüssel-Hauptstadt. Neben Brüssel verfügen auch historische Appartementgebäude in vielen anderen Städten über solche historische Lifte, z.B. in Antwerpen.