700.000 Euro für Klimaprojekt in sieben europäischen Städten, darunter Vilvoorde

Die Europäische Kommission fördert das gemeinsame Klimaprojekt "Zero Carbon Cities" von sieben Städten in der EU mit 700.000 Euro. Neben Manchester, Frankfurt und Modena ist auch Vilvoorde an dem Projekt beteiligt. Das Projekt beginnt im September 2019 und läuft über zwei Jahre. Das hat Peter Van Kemseke (CD&V), der für Nachhaltigkeit zuständige Stadtbeirat von Vilvoorde, bekannt gegeben.

Das Projekt umfasst die gemeinsame Entwicklung wissenschaftlich fundierter Klimapläne für 2030, den Aufbau von Verwaltungskapazitäten zur Umsetzung dieser Pläne und die Erprobung kleinerer Klimalösungen, die anschließend in anderen europäischen Städten angewandt werden können.

"Für Vilvoorde bedeutet dies, dass die Stadt bei der Erstellung ihres Klimaplans auf die Expertise und Erfahrung ausländischer Städte und Wissensinstitutionen zurückgreifen kann", so Van Kemseke.

Vor seiner Ernennung zum Stadtbeirat arbeitete er als Diplomat in den europäischen Institutionen, zunächst für den damaligen Präsidenten des Europäischen Rates, Herman Van Rompuy, danach für EU-Kommissar Šefčovič, zuständig für Energie- und Klimapolitik.

Die Förderung ist Teil der Bemühungen der EU, die CO2-Emissionen bis 2030 um 40 % zu senken und bis 2050 klimaneutral zu werden. Zu den sieben Städten gehört Manchester, das bereits im März dieses Jahres einen Klimaplan verabschiedet hat. Wie Vilvoorde ist die Stadt eine ehemalige Industriestadt mit einem alten Gebäudebestand. Frankfurt ist ein europäischer Vorreiter bei der Steigerung der Energieeffizienz von Wohnungen, und auch die italienische Stadt Modena hat in den letzten Jahren viel Know-how im Bereich der Klimainnovation aufgebaut. Die drei anderen kleineren Städte können -  wie Vilvoorde - von diesen drei Pionieren viel lernen, so Van Kemseke noch.