Belga

Katastrophenschutz braucht dringend Arbeitskräfte

Der Katastrophenschutz startet eine Kampagne zur Rekrutierung von 41 neuen Mitarbeitern. Diese sind dringend erforderlich, sagt ACOD-Gewerkschaftssekretär Tony Six. "Es kommt vor, dass sie für einen Einsatz zu wenige sind."

Der Katastrophenschutz schützt die Bevölkerung bei Unfällen oder Verschmutzung mit gefährlichen Stoffen und hilft bei der Rettung von Menschen und Hochwasser. Unter dem ehemaligen Innenminister Jan Jambon (N-VA) wurde der Dienst grundlegend neu konzipiert. Vier Kasernen wurden geschlossen, nur noch die in Crisnée (Lüttich) und Brasschaat (Antwerpen) wurden behalten.

Die Reform führte zu einem schweren Konflikt mit den Gewerkschaften. "Für den Katastrophenschutz 2.0 mussten die Menschen eine Prüfung für ihre eigene Stelle ablegen, die sie teilweise schon seit 20 Jahren belegten. Viele unter ihnen wurden degradiert und sind deshalb gegangen", erklärt Six.

So fehlten nach Angaben des Gewerkschafters heute 60 Menschen in Brasschaat und 19 in Crisnée. Die 41 geplanten Einstellungen seien daher für die Gewerkschaft " nicht ausreichend ". "Jeden Tag gibt es Probleme, wenn es zu Einsätzen kommt." So geschehe es beispielsweise beim Abbau von Drogenlabors oft , dass man nicht hingehen könne, weil nicht genügend Personal vorhanden sei.

Thomas Biebauw, Sprecher der Direktion 112 des Inneministeriums, räumt ein, dass einige der ehemaligen Agenten nicht mehr da seien. Sie würden nun ersetzt. "Ich kann bestätigen, dass es in den nächsten Jahren noch wietere Einstellungen geben wird", bekräftigt er.

Jeder, der über eine Eidgenössische Zulassungsbescheinigung (FGA) verfügt, kann sich bis zum 31. Juli über Selor, die staatliche Auswahlstelle, um eine Stelle beim Katastrophenschutzamt bewerben. Wer das Zertifikat noch nicht hat, kann sich zunächst für die drei Tests anmelden: den Kompetenztest, den Geschicklichkeitstest und den physischen Eignungstest.

Weitere Nachrichten