Alkohol am Steuer: Führerscheinentzug für flämischen Parlamentspräsidenten Van Dijck

Der flämische Parlamentspräsident und Bürgermeister von Dessel, Kris Van Dijck (N-VA, Foto), wurde beim Fahren unter dem Einfluss von Alkohol erwischt. Nach einem Unfall vergangene Woche wurde festgestellt, dass er 1,42 Promille Alkohol im Blut hatte. Daraufhin wurde ihm sein Führerschein für 6 Stunden entzogen. "Ich schäme mich zutiefst und werde mein Monatsgehalt für einen Fonds für Verkehrsunfallopfer spenden", reagiert er auf VRT NWS. Vor einigen Wochen wurde Van Dijck als Nachfolger seines Parteifreunds Jan Peumans zum geschäftsführenden Präsidenten des flämischen Parlaments gewählt.

„Ich schäme mich zutiefst", erklärte Van Dijck der VRT-Nachrichtenredaktion VRT NWS. „Das hätte nie passieren dürfen. Nach einem Meeting habe ich tatsächlich ein Glas zu viel getrunken und bin während der Heimfahrt gegen einen Anhänger geprallt. Ich schäme mich, denn ich weiß, dass Fahren und Alkohol nicht zusammenpassen. Das wird mir nie, nie wieder passieren. Niemals."

Van Dijck gab zu verstehen, er habe eine Vorbildfunktion. „Ich entschuldige mich aufrichtig und werde mein Monatsgehalt als Präsident des flämischen Parlaments an einen Fonds für Opfer von Verkehrsunfällen spenden.“

Die Poli!zei von Dessel bat die Kollegen der angrenzenden Polizeizone Geel/Laakdal/Meerhout um Unterstützung, weil Van Dijck auch Bürgermeister in Dessel ist und er von seinem eigenen Polizeiteam nicht einem Atemtest unterzogen werden kann.

Flämische Nationalisten N-VA behalten Vertrauen in Kris Van Dijck

Die N-VA behält ihr Vertrauen in Kris Van Dijck, obschon er als Präsident des flämischen Parlaments einen Unfall mit Sachschäden unter Alkoholeinfluss verursacht hat. „Alkohol am Steuer ist ein völlig inakzeptables Verhalten, und das gilt für alle in Flandern, auch für den Präsidenten des Parlaments. Kris erkennt, dass er einen großen Fehler gemacht hat. Er wird seine Strafe akzeptieren und will sein Monatsgehalt auch einem Fonds für Verkehrsopfer spenden. Deshalb können wir unser Vertrauen in Kris behalten", erklärte sein Parteifreund und N-VA-Vizepräsident Lorin Parys.

Van Dijck ist nach Angaben seiner Partei bereit, alle Fragen zum Unfallhergang im Parlament zu beantworten. „An einem Tag wie heute ist es wichtig, dass Kris seine Schuld zugibt und feststellt, dass er einen Fehler gemacht hat. Er sieht ein, dass Alkohol am Steuer inakzeptabel ist. Wenn es dazu Fragen gibt, sollten sie in dem Forum beantwortet werden, das diesem Zweck dient: dem flämischen Parlament."

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