Tour de France verlässt heute Belgien: Die dritte Etappe von Binche nach Epernay

Nach dem zweitägigen „Grand Depart“-Fieber der 106. Tour de France in Belgiens Hauptstadt Brüssel kehrt die Fahrer-Karawane am heutigen Montag unserem Land den Rücken Richtung Frankreich. Zwei Tage lang war Brüssel im Radsport-Fieber und Hunderttausende ließen sich von dem Spektakel begeistern.

Der Startschuss erfolgt in der wallonischen Kleinstadt Binche, weltberühmt für ihren Karneval und die apfelsinenwerfenden, rhythmisch marschierenden Gilles de Binche,  doch schon nach zehn der insgesamt 215 Kilometern des Tages überquert das Fahrerfeld die Grenze Frankreichs, dem Heimatland der Tour de France.. Bis zum Ziel in Paris wird die Tour keinen weiteren Abstecher ins Ausland machen.

Im Startort Binche macht die Tour zum allerersten Mal Station. Wie in ganz Belgiens schlägt auch hier ein Herz für den Radsport, 2013 und 2017 erfolgte in Binche der Startschuss für den Radsportklassiker „Fleche Wallonne“. Wer sich für eine lange Radtour stärken will, greift am besten zur örtlichen Spezialität Double de Binche, mit Käse gefüllten Pfannkuchen.

Die Streckenführung bietet im Finale Potenzial für Spannung. Nach einem weitgehend flachen Verlauf entwickelt der Kurs auf den letzten 50 km einen Klassiker-Charakter, vier Anstiege, davon drei der dritten Kategorie, müssen bewältigt werden.

Ein klassischer Massensprint in der Zielgeraden in Epernay, ist eher unwahrscheinlich, denn die Organisatoren haben im Finale mehrere 90-Grad-Kurven eingebaut, die die Sturzgefahr erhöhen. Der Tagessieger sollte mit einem Glas Champagner anstoßen: Epernay ist eines der Hauptzentren der Produktion des edlen Schaumweins. (Quelle: SID)

(c) Peter De Voecht / PhotoNews

Weitere Nachrichten