„Tour“ in Brüssel: Ermittler gehen nach Fund von Sprengstoff nicht von Anschlagplänen aus

Nach einem Sprengstofffund in Brüssel am vergangenen Wochenende – als ganz Brüssel den Start der Tour de France in der belgischen Hauptstadt feierte - gehen die Ermittler bislang nicht von einem geplanten Anschlag aus. Es deute nichts daraufhin, dass mit dem Sprengstoff ein Angriff ausgeführt werden sollte, erklärte die belgische Staatsanwaltschaft am Montag. 

Ein Bauarbeiter hatte am Samstagabend eine Tasche mit selbst hergestelltem Sprengstoff, Messern und Schlagringen im Treppenhaus eines Gebäudes im Brüsseler Vorort Anderlecht entdeckt.

Der Minenräumdienst DOVO rückte aus, um den Sprengstoff unschädlich zu machen. Die erste Analyse ergab, dass der Sprengstoff in Eigenproduktion hergestellt wurde.

Nach der Entdeckung ermittelte die Staatsanwaltschaft, konnte aber keine Hinweise auf einen bevorstehenden Anschlag finden. Es wurden noch keine Verdächtigen identifiziert.

Am vergangenen Wochenende war die Brüsseler Polizei wegen des Starts der Tour de France in erhöhter Alarmbereitschaft. Insgesamt eine Million Radsportfans besuchten wegen des „Grand Departs“ die belgische Hauptstadt. Aber die Staatsanwaltschaft geht vorerst nicht davon aus, dass der Sprengstoff für einen Angriff während der Tourpassage bestimmt war.