Benny Pieters

Hunderte Freiwillige errichten 600 km Zäune in Limburg, um Wölfe zu wehren

In Limburg werden zurzeit Wolf Fencing Teams gebildet, die aus Liebe zum Wolf Umzäunungen zum Schutz des Viehs platzieren. Für alle Viehweiden in der östlichen Provinz sind mindestens 600 km Zaun erforderlich.

Ehrenamtliche Helfer der Naturschutzorganisation Natuurpunt und der WWF werden am Wochenende des 20. Julis einen ersten Schutzzaun in der limburgischen Gemeinde Peer errichten. „Diese Helfer können ganz unterschiedliche Beweggründe haben“, sagt Diemer Vercayie von Natuurpunt: "Wir werden diese Personen erst schulen, damit sie wissen, wie man einen wolfwehrenden Schutzzaun baut und platziert“.

Schafsbesitzer können die Unterstützung der Wolf Fencing Teams kostenlos in Anspruch nehmen. Das Material müssen die Bauern wohl zahlen,  aber ihnen werden bis zu 80 % dieser Ausgaben durch Beihilfen erstattet.

In Flandern werden bestehende Zäune meist auf 1,20 m erhöht. Meistens wird an der Unter- und Oberseite auch ein Stromschlag ausgelöst, was bereits ausreicht, um Wölfe zu wehren.

Der erste Wolf, der nach einem Jahrhundert wieder in Belgien auftauchte, war eine Wölfin. Sie wurde im Januar 2018 entdeckt und Naya genannt. Seitdem ist Naya (Bild oben) in Limburg heimisch geworden, wo sie auf einen Wolf traf, der August genannt wird.  Spätere Aufnahmen von Naya zeigten eine trächtige Wölfin. Im Juni 2018 war ein dritter Wolf im Hohen Venn beobachtet worden.  Der vierte Wolf wurde in der Provinz Luxemburg, unweit von Neufchâteau, gesehen.